Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Politik

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) kämpft

Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern im Zeichen der Flüchtlingskrise

Freitag, 08 Juli 2016 22:49
Erwin Sellering Erwin Sellering Quelle: spd.de | Foto: Vincent Leifert

Schwerin - Am 04. September 2016 finden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern statt. Umfragewerte prophezeien der SPD erhebliche Verluste, so dass sie nicht mehr als stärkste Kraft in den Landtag einziehen würde. Der derzeitige amtierende Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) muss um seine Widerwahl kämpfen.

Flüchtlingspolitik und das Erstarken der AfD scheint für Sellering ein Thema zu sein, die SPD aus dem Umfragetief herauszuholen. Ungewöhnlich hart greift Sellering die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an. Es sei ein „schwerer Fehler so zu tun, als könne Deutschland alle Verfolgten der Welt aufnehmen“ und zu suggerieren, die „Sorgen kämen nur von Rechtsradikalen und Dummköpfen.“ 

Die Integration hält Sellering für eine Riesenaufgabe und äußert Zweifel am Gelingen dieser Aufgabe. Auch habe er Verständnis für die Fragen der Bürger, wie es sein kann, dass plötzlich so viel Geld für Flüchtlinge da ist und für uns nicht? 

Den Unionsparteien warf Sellering verwirrende Positionen vor, weil Kanzlerin Angela Merkel unbegrenzt Flüchtlinge aufnehmen will und Horst Seehofer die Grenzen schließen möchte. An dem Erstarken der AfD trage die Kanzlerin Angela Merkel eine „große Verantwortung". 

Die AfD setzt auf einen Anti-Asyl-Wahlkampf und hofft mit diesem Thema bei den Wählern zu punkten. Den Umfragen entsprechend soll die AfD als drittstärkste Kraft in den Landtag einziehen. Ob Erwin Sellering das Wahldebakel der SPD mit seiner jetzigen Einlassung zur Flüchtlingspolitik noch abwenden kann, wird das Wahlergebnis am 4.9.2016 zeigen.

Anmerkung: In Mecklenburg-Vorpommern kämpft die AfD auch gegen einen politischen Wettbewerber von Rechts. Die NPD hält im Nordosten der Republik ihre letzte Bastion. Sie ist dort noch im Landtag vertreten und muss fürchten, wie zuvor schon in Sachsen, durch den Zuspruch für die AfD ausgezehrt zu werden.

Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten