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Förderung des „Bunten Hauses“ in Freiberg

Veronika Bellmann (CDU): „Mehrgenerationenhaus hat Zukunft!“

Donnerstag, 25 Februar 2016 21:23
Veronika Bellmann, MdB (CDU) Veronika Bellmann, MdB (CDU) Quelle: veronika-bellmann.de (DBT/ von Saldern, Berlin)

Berlin/Freiberg – Am 1. Januar 2017 wird ein neues Bundesprogramm zur Förderung von Mehrgenerationenhäusern starten. Das neue Programm soll zunächst bis 2020 laufen, so dass die bisherigen Standorte und Trägerstrukturen, die durch das vorherige und bis Ende 2016 verlängerte Aktionsprogramm II (AP II) geschaffen wurden, weitgehend erhalten bleiben können.

Das neue Bundesprogramm ermöglicht den Mehrgenerationenhäusern nach Ansicht von Experten mehr Flexibilität in ihrer Arbeit. Sie können ihre Angebote zukünftig noch besser an den jeweiligen Ausgangslagen und Bedarfen vor Ort ausrichten und so die Wirkung der Mehrgenerationenhäuser in den Kommunen weiter stärken.

Die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU) begrüßt als Patin des „Bunten Hauses“ in Freiberg (www.bunteshaus-freiberg.de), des derzeit einzigen Mehrgenerationenhauses in Mittelsachsen, die Neuregelung mit Fortführung der Grundfinanzierung zu den bisherigen Konditionen. „Die Gesamtfördersumme je Haus bleibt im neuen Programm in Höhe von jährlich 40.000 Euro unverändert, welche sich wie bisher aus einem Bundeszuschuss in Höhe von 30.000 Euro und dem Kofinanzierungsanteil in Höhe von 10.000 Euro zusammensetzt“, so die mittelsächsische Abgeordnete.

Mit dem neuen Bundesprogramm komme das Bundesfamilienministerium einer Forderung der CDU aus dem Koalitionsvertrag nach. Für die Union seien der Fortbestand und die Weiterförderung der Mehrgenerationenhäuser „eine Herzensangelegenheit“. In diesem Jahr würden zudem in einem Pilotprojekt mit bis zu zehn weiteren Mehrgenerationenhäusern die Vorgaben und Inhalte des neuen Bundesprogramms ab 2017 erprobt. Dies sei vielleicht auch eine Chance, das Mehrgenerationenhaus in Waldheim (Mittelsachsen) wiederzubeleben.

Veronika Bellmann weiter: „Dass die Sozialdemokraten nun offenbar auch ihr Herz für die Mehrgenerationenhäuser entdeckt und ihre Vorbehalte abgebaut haben, ist ein Erfolg, den wir der ehemaligen Bundesfamilienministerin von der Leyen und den vielen fleißigen Mitarbeiter sowie den Ehrenamtlern und Nutzern verdanken. Bei ihnen wollte auch Bundesministerin Schwesig & Co nicht in einem schlechten Licht erscheinen. Ich freue mich sehr, dass das dazu beigetragen hat, die Verstetigung der Finanzierung ab 2017 vernünftig zu gestalten.“

In Zeiten des demografischen Wandels erfreuen sich Mehrgenerationenhäuser in Deutschland immer größerer Beliebtheit – nicht nur in Sachsen. Die im Landkreis Offenbach zu den bei politischen Entscheidern wichtigsten regionalen Informationsquellen zählende HESSEN DEPESCHE berichtete vor einigen Wochen über ein sehr zukunftsträchtiges Projekt in Seligenstadt, das der Verein Wohnikum e.V. in Zusammenarbeit mit der HZ Bau- und Montage GmbH als Bauträger und Investor realisieren will (http://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/hz-bau-und-montage-gmbh-will-für-wohnikum-e-v-mehrgenerationenhaus-in-seligenstadt-realisieren-jörg-friedrich-und-michael-hohley-optimistisch.html).Dort steht allerdings weniger die CDU, sondern vielmehr eine breite Mehrheit von SPD, FDP, Freien Wählern (FWS) und Grünen hinter dem Projekt.

Nichtsdestotrotz hat sich die Union im benachbarten Mainhausen für ein ähnliches Projekt eingesetzt. Annemarie Stuckert, stellvertretende Vorsitzende der CDU Mainhausen, nannte das Seligenstädter Projekt gegenüber der HESSEN DEPESCHE „eine gute Sache“ und ist gleichfalls an einer Partnerschaft mit HZ Bau oder mit einem anderen Bauträger interessiert.

Die SACHSEN DEPESCHE wird den Fortgang von Mehrgenerationenhaus-Projekten in Sachsen unter den Bedingungen des neuen Bundesförderprogramms im Auge behalten und beobachten, ob dies für die im Freistaat regierende CDU wirklich „ein Herzensanliegen“ ist.

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