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Ministerpräsident Kretschmer hat nichts begriffen"

Tino Chrupalla (AfD) will geplantes Muslim-Zentrum in Görlitz unbedingt verhindern

Sonntag, 25 März 2018 22:39
Tino Chrupalla, MdB/AfD Tino Chrupalla, MdB/AfD Quelle: Tino Chrupalla

Dresden - Tino Chrupalla (MdB, AfD aus Görlitz) nimmt zu den Aussagen von Michael Kretschmer zum Islam und seiner Unterstützung des "Muslim-Zentrums" in Görlitz Stellung.

Ministerpräsident Kretschmer (CDU) hat per Twitter seine Unterstützung für das Projekt eines "Muslim-Zentrum" in Görlitz erklärt. Im Interview mit der in Berlin erscheinenden "Morgenpost" wich er der Frage aus, ob der Islam zu Deutschland gehört. Hierzu erklärt Tino Chrupalla (AfD), direkt gewählter Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Görlitz:

"Die Görlitzer wussten genau, weshalb sie Michael Kretschmer abgewählt haben: weil er der Vertreter Berlins in Görlitz, nicht der Vertreter Görlitz´ in Berlin war. Auch in seinen jüngsten Aussagen zum Islam betätigt er sich wieder als politisch korrekter Wegbereiter der Islamisierung, anstatt die Mehrheitsmeinung der Sachsen zu vertreten, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört".

Zum Görlitzer "Muslim-Zentrum" sagt Chrupalla: "Nachdem der dubiose Trägerverein mit seinen Moschee-Plänen trotz Kretschmer an den Görlitzern gescheitert ist, versucht er es nun mit einem "Begegnungszentrum", um den Islam nach Görlitz zu bringen. Immerhin wissen die Görlitzer nun, dass Kretschmer diese Strategie unterstützt und sie von ihm nichts zu erwarten haben."

Zu Kretschmers Interview-Aussagen nimmt Chrupalla ebenfalls Stellung: "Nur weil Kretschmer erklärt, der radikale Islam gefährde das Zusammenleben, ist er kein Konservativer. Kretschmer antwortet nicht auf die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre, und hat auch auf die Fragen nach den Integrationsproblemen keinerlei konkrete Antworten. Er will nur "beherzt" handeln, ohne sich mit den von ihm verantworteten Fehlern der Vergangenheit auseinander zu setzen. Was er unter "beherzt handeln" versteht, sehen wir an seiner Parteinahme für das Görlitzer "Muslim-Zentrum". Politische Initiativen, etwa zu Grenzschutz oder Remigration, sind von ihm nicht zu erwarten."

Chrupalla kommt daher zu folgendem Urteil: "Trotz der Abwahl in seiner Heimat: Kretschmer hat nichts begriffen. Er will weiterhin politisch korrekt das Spiel der Eliten in Berlin und Brüssel spielen, anstatt sich für die Menschen im Landkreis Görlitz und Sachsen einzusetzen. Die Görlitzer kennen ihn seit Jahren und haben ihn abgewählt. Die Sachsen lernen ihn bis 2019 kennen und werden zu demselben Urteil gelangen wie die Görlitzer: Der kann es nicht!"

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