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Möglicher AfD-Nachrücker: Julien Wiesemann

Strehlaer Ex-Bürgermeisterkandidat Olaf Hentschel aus AfD ausgetreten und will Kreistag verlassen

Dienstag, 19 Januar 2016 23:12
Olaf Hentschel Olaf Hentschel Quelle: SACHSEN DEPESCHE

Meißen – Der Meißner Kreisrat Olaf Hentschel ist nach Informationen der SACHSEN DEPESCHE aus der Alternative für Deutschland (AfD) ausgetreten und will offenbar auch sein Mandat im Kreistag niederlegen. Entsprechende Informationen wurden am vergangenen Wochenende von der Geschäftsstelle des Meißner Kreistags bestätigt. Als Grund für die Beendigung seines politischen Engagements soll der frühere Polizeibeamte, der seit etwa eineinhalb Jahren Inhaber eines privaten Detektei- und Sicherheitsdienstleisters ist, berufliche Probleme, die aus seiner AfD-Tätigkeit erwachsen sind, angegeben haben. „Ich musste mich entscheiden, ob ich Aufträge ausschlage, um weiter kommunalpolitisch so aktiv zu sein“, Hentschel gegenüber der „Sächsischen Zeitung“. Die Partei habe er bereits zum 1. Januar 2016 verlassen.

Hentschel ist einer von sieben Mandatsträgern der AfD im Meißner Kreistag. Sollten die übrigen Kreisräte dem Gesuch des gebürtigen Döbelners, aus dem Kommunalparlament auszuscheiden, zustimmen, würde mit Julien Wiesemann ein bekannter Nachwuchspolitiker der sächsischen AfD nachrücken. Der 24-jährige Nossener, der vorher Mitglied der islamkritischen Partei „Die Freiheit“ war, amtiert derzeit als stellvertretender Landesvorsitzender und Generalsekretär der AfD-Parteijugend „Junge Alternative“ (JA).

Olaf Hentschel kandidierte noch im vergangenen Jahr als Kandidat der AfD für das Bürgermeisteramt in Strehla. Im ersten Wahlgang erreichte er zehn Prozent, unterlag jedoch im zweiten Wahlgang mit 13,3 Prozent Jörg Jeromin (Freie Wähler), der 86,7 Prozent erzielte. Im Gespräch mit der SACHSEN DEPESCHE gab Hentschel damals unter anderem an, er wolle sich für einen „sparsamen Umgang mit Steuergeldern“ einsetzen (http://www.sachsen-depesche.de/regional/olaf-hentschel-afd-„ein-sparsamer-umgang-mit-steuergeldern-ist-oberstes-gebot“.html). Der amtierende Strehlaer Bürgermeister Jörg Jeromin ist momentan ein Stadtoberhaupt „auf Abruf“, da eine Klage des NPD-Multifunktionärs Peter Schreiber wegen seines Ausschlusses von der Wahl anhängig ist.

Letzte Änderung am Mittwoch, 20 Januar 2016 01:51
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