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Nachrücker für Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch

Sorben-Politiker Heiko Kosel (Linke) in den Landtag zurückgekehrt

Samstag, 21 November 2015 19:35
Heiko Kosel 2013 Heiko Kosel 2013 Quelle: de.wikipedia.org | Steffen Prößdorf | CC BY-SA 3.0 de

Dresden – Der im vergangenen Jahr wegen seines unteren Listenplatzes knapp am Wiedereinzug in den Landtag gescheiterte Linke-Politiker Heiko Kosel ist ins Parlament am Elbufer zurückgekehrt. Der 1966 in Bautzen geborene deutsch-sorbische Jurist, der dem Sächsischen Landtag von 1999 bis 2014 angehörte, rückte für die Dresdner Abgeordnete Annekatrin Klepsch nach, die das Amt der Kulturbürgermeisterin der Landeshauptstadt übernommen hat.

Kosel hatte schon in der Vergangenheit seinen Tätigkeitsschwerpunkt auf die Vertretung der Interessen der sorbischen Minderheit gelegt, die allerdings, zumal größtenteils katholisch, traditionell eher der CDU zugeneigt ist. In den sorbischen Siedlungsgebieten in der Lausitz fährt die Union regelmäßig Ergebnisse von weit über 50 Prozent ein.

Zu seinem Wiedereintritt ins Parlament erklärte Kosel am Donnerstag nach seiner Vereidigung als Abgeordneter: „Selbstverständlich wird die Vertretung der Belange des sorbischen Volkes im Sächsischen Landtag wie schon in der Vergangenheit so auch in der Zukunft im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen. Dabei möchte ich mich aktuell besonders den Problemen der Übernahme der Kosten der Schülerbeförderung für Kinder aus sorbischen Familien widmen, deren Eltern im Interesse des muttersprachlichen Unterrichts eine andere Entscheidung treffen, als vom Landratsamt vorgesehen. Zugleich werde ich darauf drängen, die Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk so zu dynamisieren, dass künftige Tarifsteigerungen voll berücksichtigt werden, damit die langfristige Handlungsfähigkeit erhalten bleibt.“ Über weitere Aufgabenfelder ihres „Neuzugangs“ wird die Linksfraktion in den kommenden Tagen entscheiden.

Letzte Änderung am Sonntag, 22 November 2015 19:40
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