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„Nobelsozialist“ wechselt von der Elbe an die Spree

Sebastian Scheel (LINKE) wird Staatssekretär in Berlin

Donnerstag, 09 Februar 2017 00:14
Sebastian Scheel (LINKE) im Sächsischen Landtag Sebastian Scheel (LINKE) im Sächsischen Landtag Quelle: www.sebastianscheel.de

Dresden – Der Parlamentarische Geschäftsführer der LINKE-Fraktion im Sächsischen Landtag, Sebastian Scheel, wechselt nach Berlin. Laut Medienberichten soll er die Nachfolge des unlängst wegen seiner Stasi-Vergangenheit zurückgetretenen Staatssekretärs der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Andrej Holm (LINKE), antreten.

Scheel, der 1975 in Wriezen (Brandenburg) geboren wurde, von 1996 bis 2004 an der Uni Leipzig Politik, Volkswirtschaft und Philosophie studierte und früher Mormone war, gehört dem Sächsischen Landtag seit 2004 an. Zuvor war er Mitglied des Leipziger Stadtrats. In der Linkspartei, die damals noch PDS hieß, engagiert er sich seit 1995. Der Haushalts- und Finanzexperte der Linksfraktion, der wegen seiner Designeranzüge und seiner Vorliebe für teure Autos auf den Fluren des Landtags gern mal als „Nobelsozialist“ bezeichnet wird, ist geschieden und hat zwei Kinder.

Andrej Holm hat inzwischen von der Fraktion der LINKEN im Berliner Abgeordnetenhaus eine Stelle als freier Mitarbeiter angeboten bekommen. Der ehemalige Staatssekretär hat wegen der Stasi-Affäre auch seinen Arbeitsplatz an der Humboldt-Universität verloren. Ob er das Job-Angebot seiner Genossen annimmt, ist noch nicht bekannt.

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