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Landeschef Rico Gebhardt bringt seinen Vorschlag mit 80% durch

Sachsens LINKE nominiert Katja Kipping als Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl

Samstag, 04 Februar 2017 16:04
Katja Kipping Katja Kipping Foto: Anke Illing, www.photocultur.de

Dresden – Bei einer gemeinsamen Versammlung von Kreisvorsitzenden, Landesvorstand und Landesrat der sächsischen LINKEN am Samstagmorgen in Dresden wurde die Bundestagsabgeordnete und Parteichefin Katja Kipping als Spitzenkandidatin der Partei im Freistaat zur Bundestagswahl nominiert. Auf Kipping entfielen nach Angaben der Partei in geheimer Wahl rund 80 Prozent der Stimmen für die gebürtige Dresdnerin. 35 LINKE-Vertreter votierten für Kipping, fünf mit Nein, vier enthielten sich.

Sachsens LINKE-Chef Rico Gebhardt, der Katja Kipping als Spitzenkandidatin vorgeschlagen hatte, erklärte nach deren Nominierung: „Katja, ist ja nicht nur seit vielen Jahren Parteivorsitzende, sondern auch immer Sozialpolitikerin. Und sie hat sich sehr oft mit der einen oder anderen Idee für mehr soziale Gerechtigkeit zu Wort gemeldet hat. Da wir als sächsische LINKE mit dem größten Landesverband auch einen großen Beitrag zum Einzug unserer Partei in den Bundestag leisten, möchte ich euch als Landesvorsitzender Katja als sächsische Spitzenkandidatin für unsere Landesliste vorschlagen. Es geht darum, den Menschen nicht nur ein inhaltliches sondern auch ein glaubhaftes personelles Angebot zu machen. Es geht darum, jemanden zu nominieren, der unsere Werte glaubhaft vertritt. Katja steht mehr als viele andere für soziale Gerechtigkeit und kämpft seit Jahren an der Spitze unserer Partei und im Bundestag gegen soziale Ausgrenzung.“

Kipping betonte: „Es gibt in diesem Land ein klares Bedürfnis nach mehr sozialer Gerechtigkeit und einen wirklichen Aufbruch. Man kann sich trefflich darüber streiten, wer am Ende im Kanzleramt sitzen soll, aber es geht um mehr: Wird es einen weiteren Rechtsrutsch in diesem Land geben? Ein Weiterwurschteln? Oder einen wirklichen Aufbruch? Für diesen sozialen Aufbruch stehen wir. Wir stehen für ein Land, in dem niemand Angst haben muss vor dem sozialen Fall. Wir wollen eine Gesellschaft, in der Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen entlastet werden. Und wir sind dafür bereit, uns mit den Reichen und Superreichen anzulegen, die endlich ihren gerechten Anteil für gesellschaftliche Solidarität leisten sollen. Nur eine starke LINKE ist die Garantie dafür, dass der Kurs hierzulande wirklich in Richtung soziale Gerechtigkeit, Reichtumsbegrenzung und Frieden geht.“

Die Entscheidung der Parteioberen muss noch auf einem Landesparteitag mit Aufstellung der Landesliste bestätigt werden. Dieser findet am 29. April 2017 in Glauchau (Landkreis Zwickau) statt.

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