Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Politik

Janina Pfau: „Maximal fünf Prozentpunkte über dem Leitzins“

Sachsens LINKE fordert Obergrenze für Dispo-Zinsen

Freitag, 17 März 2017 01:44
Janina Pfau (LINKE) Janina Pfau (LINKE) Quelle: DIE LINKE Sachsen

Dresden – Die LINKE im Sächsischen Landtag spricht sich für eine Obergrenze bei Dispo-Kreditzinsen aus. „Bankkundinnen und Bankkunden ärgern sich heute über hohe Konto- und Zusatzgebühren, intransparente Kontomodelle und horrende Dispozinsen. Banken dürfen Dispo-Kredite fristlos kündigen, was betroffene Schuldner noch tiefer in die Verzweiflung treibt. Obwohl der Leitzins der EZB extrem niedrig ist, leiden die Sparerinnen und Sparer unter hoher Zinslast, während ihre Guthaben kaum noch Erträge bringen“, so Janina Pfau, Sprecherin der Linksfraktion für Verbraucherschutz.

Pfau weiter: „Wir wollen über das Sparkassengesetz regulierend auf das Bankwesen einwirken und fordern die Staatsregierung zu einer Bundesratsinitiative auf. Wir streiten für mehr Transparenz bei den Gebühren und Zinsen und für eine Obergrenze bei Dispo-Zinsen, die maximal fünf Prozentpunkte über dem Leitzins liegen soll. Außerdem soll für Dispokredite eine mindestens einmonatige Kündigungsfrist gelten.“ Darüber hinaus will die LINKE, dass die Kreditinstitute die jeweiligen Vergütungen der Mitglieder ihrer Vorstands- und Aufsichtsgremien offenlegen müssen.

Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten