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Worte „unmissverständlicher“ wählen

Sachsens JA-Chef Julien Wiesemann geht auf Distanz zu Björn Höcke

Freitag, 20 Januar 2017 02:59
Julien Wiesemann, Vorsitzender der JA Sachsen Julien Wiesemann, Vorsitzender der JA Sachsen Quelle: Julien Wiesemann (Facebook)

Dresden – Der Vorsitzende der „Jungen Alternative“ (JA) in Sachsen, Julien Wiesemann, ist nach dem Dresdner Auftritt des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke auf Distanz zu seinem Parteifreund gegangen. „Wenn Björn Höcke weiterhin Bestandteil der Partei sein will, erwarte ich von ihm, dass er seine Worte unmissverständlicher wählt und sich gerade im Wahlkampfjahr auf Gegenwartsthemen konzentriert“, so der 24-jährige Lehramtsstudent aus Nossen, der auch dem Landesvorstand der sächsischen AfD angehört, auf Nachfrage von SACHSEN DEPESCHE.

Höcke hatte am Dienstag auf einer Veranstaltung der JA Dresden das Berliner Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“ bezeichnet und sich für eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ ausgesprochen. Politiker aller Parteien, auch der AfD, übten danach scharfe Kritik an dem Fraktionschef der AfD im Thüringer Landtag. 

Höcke verteidigte seine Rede später mit dem Hinweis darauf, dass er „den Holocaust, also den von Deutschen verübten Völkermord an den Juden, als Schande für unser Volk bezeichnet“ und gesagt habe, „dass wir Deutsche diesem auch heute noch unfassbaren Verbrechen, also dieser Schuld und der damit verbundenen Schande mitten in Berlin, ein Denkmal gesetzt haben“. Ihm gehe es darum, die positiven Seiten der deutschen Geschichte wieder in Erinnerung zu rufen.

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