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Politisches Comeback auf Bundesebene

Sachsens FDP-Vorsitzender Holger Zastrow wieder im Parteipräsidium

Montag, 18 Mai 2015 15:58
Holger Zastrow, FDP Sachsen Holger Zastrow, FDP Sachsen Quelle: www.fdp-sachsen.de

Dresden – Der Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Holger Zastrow, wurde auf dem Bundesparteitag der Liberalen am vergangenen Wochenende in Berlin wieder in die Bundesspitze der FDP gewählt. Der 46-jährige Unternehmer aus Dresden setzte sich bei der Wahl zum Beisitzer im Präsidium mit rund 72 Prozent gegen Rudi Rentschler aus Baden-Württemberg durch. Als Mitglied des engsten Führungskreises um den wiedergewählten Bundesvorsitzenden Christian Lindner vertritt Zastrow dort auch die Interessen der Ost-Verbände der Freien Demokraten. Das neunköpfige Bundespräsidium ist das Spitzengremium der FDP. Als zweiter Vertreter der sächsischen Liberalen wurde Roland Werner, Schatzmeister der FDP im Freistaat, als Beisitzer in den erweiterten Bundesvorstand gewählt.

Holger Zastrow begann sein politisches Engagement bei den Montagsdemonstrationen im Wendeherbst 1989. Der heutige FDP-Landeschef gehörte zu den Mitbegründern der Jungliberalen Aktion (JuliA) in Dresden, deren erster Kreisvorsitzender er 1990 wurde. Im Jahr 1993 wurde er zum JuliA-Landesvorsitzenden gewählt. Im gleichen Jahr trat Zastrow in die FDP ein.

Seit der gescheiterten Landtagswahl 1999 amtiert Zastrow als Landesvorsitzender der FDP in Sachsen. Unter seiner Führung schafften die Liberalen nach zehnjähriger außerparlamentarischer Opposition im September 2004 mit 5,9 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag. Fünf Jahre später führte Zastrow die FDP mit 10 Prozent in die Regierungsbeteiligung. Der Inhaber einer Werbeagentur wechselte jedoch nicht als Minister ins Kabinett, sondern amtierte weiterhin als Fraktionschef. Bei der letzten Landtagswahl schied die FDP mit 3,8 Prozent aus dem Parlament aus, Zastrow blieb jedoch unangefochten an der Spitze des Landesverbandes und auch der Dresdner FDP-Stadtratsfraktion, deren Vorsitz er seit 2009 innehat.

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