Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Politik

Jungliberale für Prävention statt Strafverfolgung

Sachsens FDP-Jugend bekräftigt Forderung nach Entkriminalisierung des Drogenkonsums

Mittwoch, 28 Juni 2017 04:54
Sachsens FDP-Jugend bekräftigt Forderung nach Entkriminalisierung des Drogenkonsums Quelle: pixabay.com

Dresden – Die Jungliberale Aktion Sachsen (JuliA) hat sich am Montag anlässlich des Internationalen Tages gegen Drogenmissbrauch erneut für eine Entkriminalisierung des Konsums von illegalen Rauschmitteln ausgesprochen. „Den Konsum von Drogen als Verbrechen anzusehen, halten wir für falsch. Deutschland sollte seine Drogenpolitik reformieren und sich zum Beispiel am portugiesischen Modell orientieren“, so JuliA-Chef Philipp Hartewig.

In Portugal ist der Besitz von Drogen für den Eigenbedarf seit einiger Zeit keine Straftat mehr. Solange die zulässigen Höchstmengen nicht überschritten werden, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Der Handel von Drogen ist und bleibt jedoch eine Straftat in Portugal.

Hartewig, der auch Listen- und Direktkandidat der FDP in Mittelsachsen ist, führte zu der Position der Jungliberalen weiter aus: „Drogensucht ist eine Erkrankung, deshalb ist in Portugal auch das Gesundheitsministerium statt dem Justizministerium für Drogenabhängige zuständig. Das portugiesische Modell zeigt Erfolge, was man an sinkenden Konsumentenraten unter Jugendlichen sehen kann. Krank nicht kriminell sollte auch die Devise in Sachsen sein.“

Eine „Stigmatisierung und Strafverfolgung von Konsumenten“ werde langfristig keine Erfolge bringen. Stattdessen müsse präventiv aufgeklärt werden. Drogendealer weiter „verfolgt und bestraft“ werden, so Hartewig.

Artikel bewerten
(1 Stimme)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten