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Kriminalisten geben Tipps, um sich vor Langfingern und „Antänzern“ zu schützen

Sachsen: LKA warnt vor Taschendieben auf Weihnachtsmärkten

Samstag, 03 Dezember 2016 16:33
Sachsen: LKA warnt vor Taschendieben auf Weihnachtsmärkten Sachsen: LKA warnt vor Taschendieben auf Weihnachtsmärkten

Dresden – Viele Sachsen und Gäste aus anderen Bundesländern besuchen in der Adventszeit die traditionellen Weihnachtsmärkte in Dresden, Görlitz, Seiffen, Freiberg und anderen Städten. Die Freude an Glühwein, Punsch und Bratwurst kann einem aber schnell vergehen, wenn man am Stand in die Tasche greift und bemerkt, dass einem das Portemonnaie geklaut wurde. Genau das kommt nach Angaben des Landeskriminalamtes Sachsen immer öfter vor.

So wurden im Advent 2015 insgesamt 176 Diebstähle auf Weihnachtsmärkten in Sachsen registriert. In den meisten Fällen (144) wurden Besucher Opfer von Taschendieben, aber auch Handydiebstähle aus Taschen und Kleidung wurden angezeigt, wie das LKA am Freitag mitteilte. Nur drei Diebstähle konnten aufgeklärt werden. Besonders betroffen waren die Weihnachtsmärkte in Leipzig und Dresden.

Unter Verweis auf diese Statistik warnte das LKA, dass die sächsischen Weihnachtsmärkte auch in diesem Jahr „ein wahres Paradies für Taschendiebe“ seien. In Bussen und Bahnen, an Haltestellen, auf Bahnhöfe oder in Kaufhäusern müsse man ebenso verstärkt auf sein Hab und Gut achten. Geübte und geschickte Kriminelle agierten meist in Teams und nutzten Ablenkungsmanöver wie Anrempeln, Ansprechen, Freundlichkeit oder inszeniertes Gedränge (Stichwort: „Antänzer“), erklärte das LKA in Dresden weiter.

Das Landeskriminalamt gibt daher folgende Tipps zur Verhinderung von Diebstählen:

- Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen. 
- Vermeiden Sie, dass Fremde beim Bezahlen Einblick in Ihre Geldbörse oder Brieftasche bekommen. 
- Achten Sie bewusst auf Ihre persönlichen Sachen, besonders in dichtem Gedränge. 
- Tragen Sie Geld, Scheck- und Kreditkarten, Handy, Schlüssel und Papiere in verschlossene Innentaschen Ihrer Kleidung. 
- Benutzen Sie Brustbeutel, Gürteltasche, Geldgürtel oder am Gürtel angekettete Geldbörse. 
- Verschließen Sie Hand- und Umhängetaschen und tragen Sie diese auf der Körpervorderseite oder unter den Arm geklemmt. 
- Sollten Ihnen Zahlungskarten abhanden gekommen sein, lassen Sie diese sofort für den weiteren Gebrauch sperren, am besten telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf

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