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Fazit am Ende der Sommertour

Rico Gebhardt (Linke): „Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse in Sachsen nicht aufgeben“

Dienstag, 02 August 2016 13:20
Rico Gebhardt (Linke) Rico Gebhardt (Linke) Quelle: de.wikipedia.org | Steffen Prößdorf | CC BY-SA 3.0 de

Dresden – Sachsens Linke-Chef Rico Gebhardt hat zum Abschluss seiner Sommertour die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Landesteilen angemahnt. Nachdem viele junge Menschen aus Sachsen in andere Bundesländer oder ins Ausland abgewandert seien, gelte es, den Hiergebliebenen eine Perspektive zu geben. Insbesondere die Verkehrsanbindungen im ÖPNV müssten verbessert werden, so Gebhard, der auch Vorsitzender der Linksfraktion im Sächsischen Landtag ist.

Hierzu erklärte der Linke-Politiker: „Die Politik im Freistaat Sachsen muss darauf ausgerichtet werden, dass die regelmäßige Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und auch Schienenpersonennahverkehr überall im Land gewährleistet wird.“ Zudem müsse man „mehr Regionalbudget für ländliche Gestaltungsräume“ bereitstellen, statt „längere Entscheidungswege wie aktuell bei den LEADER-Projekten im Freistaat“ zu verursachen.

„Wir müssen die Digitalisierung gerade auch in den ländlichen Räumen vorantreiben, hierzu sind Ausbauziele zu erhöhen und ihr Erreichen zu beschleunigen. Darauf warten insbesondere der Mittelstand und das Handwerk“, so Gebhardt weiter. Ämter und Behörden sollten ihre Entscheidungen daher mit „besonderem Fingerspitzengefühl“ treffen. Statt „Das geht nicht“ brauche Sachsen eine „Kultur der Ermöglichung“.

Gebhardt hat in den letzten Wochen viele Mittelzentren und Kleinstädte in Sachsen bereist, um sich ein eigenes Bild von der Lage vor Ort zu machen. Im Fokus der Gespräche, die der Linke-Chef mit Kommunalpolitikern und regionalen Entscheidern führte, stand dabei die Lebensqualität im ländlichen Raum, vor allem in den Bereichen ÖPNV und Mobilität, Sicherheit, Gesundheit sowie Regionalwirtschaft. Die Sommertour startete Mitte Juli in Dahlen (Nordsachsen) und führte unter anderem nach Görlitz, Meißen, Grimma und Aue. Zum Abschluss besuchte Gebhardt Mittelsachsen und eine Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Gemeinde Lossatal im Landkreis Leipzig.

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