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„Widerstand lässt sich nur friedlich organisieren“

Rico Gebhardt (LINKE): „G20-Gewalt hat der Vision einer gerechteren Welt geschadet“

Montag, 10 Juli 2017 00:12
Rico Gebhardt (Linke) Rico Gebhardt (Linke) Quelle: de.wikipedia.org | Steffen Prößdorf | CC BY-SA 3.0 de

Dresden – Sachsens LINKE-Chef Rico Gebhardt hat die Gewaltexzesse am Rande des G20-Gipfels in Hamburg verurteilt. „Es gibt keine Rechtfertigung für Gewalt. Wir wünschen allen Verletzten baldige Genesung. Diejenigen, die nur zerstören wollten, möge der Rechtsstaat treffen – ebenso jene, die ihre Gewalt gegen Menschen oder Sachen politisch rechtfertigen wollen, was nicht legitim ist“, so Gebhardt, der auch Vorsitzender der Linksfraktion im Sächsischen Landtag ist, in einer Stellungnahme am Sonntag.

Den Kapitalismus stütze, „wer die Gesellschaft gegen die politische Linke aufbringt und denen in die Hände spielt, die von Krawallen politisch profitieren“, so der LINKE-Chef weiter. „Widerstand lässt sich nur friedlich und mit gesellschaftlichen Mehrheiten organisieren. Menschen lassen sich aber nicht gewinnen, indem ihre Gesundheit gefährdet wird und ihre Besitztümer zerstört werden.“

Eine Mitschuld an der Eskalation gibt Gebhardt allerdings auch der Bundesregierung wegen ihrer Entscheidung, den Gipfel in Hamburg stattfinden zu lassen. „Das und die horrenden Tagungskosten stützen die Forderung, solche Treffen künftig ins New Yorker Gebäude der Vereinten Nationen zu verlegen. Die Vereinten Nationen sind schließlich die einzige Organisation, die in der Lage sein könnte, die Menschheitsprobleme zu lösen. Nationalstaaten, die nur auf ihre Interessen bedacht sind, vermögen das nicht“, erklärte der Landeschef der LINKEN abschließend.

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