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Wie eine Demokratie zerfällt

Politisches Burnout-Syndrom

Montag, 25 Januar 2016 18:35
"Wir schaffen das!" ??? "Wir schaffen das!" ??? Quelle: Josef Mühlbauer

München - In diesen unruhigen Zeiten einen Beitrag zu schreiben fällt schwer. Der realitätsfremde Glaube daran, dass wir alles schaffen können, was wir uns vornehmen, zeichnet ein Menschenbild der Überheblichkeit und lässt die Demut weichen. In diesem Glauben behaftet, schränken wir unsere eigene Freiheit ein, die Freiheit zumindest über sich selbst zu bestimmen. Oftmals überfordern wir uns und machen uns selbst dadurch unfrei. Das Burnout-Syndrom als Problem der Lebensbewältigung betrachtet, ist ein Beispiel hierfür. Wir wollen etwas schaffen und glauben fest daran, dass wir es schaffen. Letztendlich zerstören wir uns aber dabei selbst und machen uns zu unserem eigenen Knecht.

Wie im eigenen Leben, so kann ein derartiger Glaube oder  eine derartige Einstellung in der Politik fatal sein und letztendlich in einem „politischen Burnout-Syndrom“ enden. Die politische Lage in Deutschland und Europa scheint diese Annahme zu bestätigen. Die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln, gewalttätige Auseinandersetzungen auf den Straßen zwischen unterschiedlich gesinnten politischen Gruppierungen, die Überforderung  der Sicherheitsbehörden usw. Ein „politisches Burnout-Syndrom“ ist aber nur durch Veränderung des politischen Verhaltens zu heilen. Die Politik muss sich verändern. Die Freiheit ist in Gefahr. Der Verlust der Freiheit darf nicht der Preis für diese derzeitige Politik sein.

Letzte Änderung am Freitag, 26 Februar 2016 01:44
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