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PEGIDA: Siegfried Däbritz grenzt sich von Thügida ab

Donnerstag, 08 Dezember 2016 11:40
Anhänger von PEGIDA am 05.12.2016 auf dem Dresdner Schlossplatz Anhänger von PEGIDA am 05.12.2016 auf dem Dresdner Schlossplatz Quelle: Jan Erbenfeld

Dresden – PEGIDA am vergangenen Montag auf dem winterkalten Schlossplatz: Lutz Bachmann übt Selbstkritik! Angesichts der für den eloquenten Norbert Hofer (FPÖ) verlorengegangenen österreichischen Bundespräsidentenwahl reflektierte er verschwurbelt, dass man in der Vergangenheit „zu weich“ geworden sei, jetzt aber besser „wie Trump“ sein müsse.

Seinem bodenständigen Vize Siegfried Däbritz ging es nach dem gewohnten „Spaziergang“ jedoch um mehr als Stilfragen. In einem ungewöhnlich heftigen Statement grenzte sich Däbritz von dem als PEGIDA-Ableger firmierenden Thügida-Bündnis ab, in dem offenbar verkappte NS-Anhänger den Ton angeben, die sich, wie Däbritz kritisierte, den Hitlergeburtstag oder den Todestag von Rudolf Heß für ihre Veranstaltungen aussuchen. Damit würden den Medien die gewünschten Bilder geliefert und der gesamte „Widerstand“ diskreditiert.

Irgendwie konsequent, denn wie will man sich für Erhalt und Ausbau von Demokratie und Bürgerrechten einsetzen, mit Leuten im Schlepptau, die all dies am liebsten abschaffen würden?

Letzte Änderung am Donnerstag, 15 Dezember 2016 17:40
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