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Rechtspopulismus in Dresden

PEGIDA am 4. Februar an der Frauenkirche

Donnerstag, 07 Februar 2019 17:45
PEGIDA am Montag in Dresden PEGIDA am Montag in Dresden Quelle: Jan Erbenfeld

Dresden - 170. PEGIDA in der Landeshauptsstadt auf dem winterlichen Neumarkt. Nach Eröffnung und „Spaziergang“ steht ein „hochmotivierter“ Lutz Bachmann auf dem Sprecherwagen. Die „Wende zurück zur Bürgerbewegung“ (Sachsen Depesche berichtetete: https://www.sachsen-depesche.de/politik/pegida-jahresauftakt-mit-„zahlenspielen“-von-lutz-bachmann.html) habe neue Kraft gebracht, die sich in folgendem Projekt manifestiere: „Konservativ-patriotischer Aschermittwoch am 6. März in Nentmannsdorf“.

PEGIDA als Veranstalter wolle damit für „alle konservativen Kräfte eine Plattform“ schaffen. Deshalb gingen jetzt Einladungen an PEGIDA, AfD, AdP, Freie Wähler, Zukunft Heimat und die „patriotischen Freunde aus Chemnitz“ (Pro Chemnitz). Er, Bachmann, werde aus Rücksicht auf die AfD „keine Rede halten“, aber „als Gast“ anwesend sein, „ein Bratwürstel essen und ein Bierchen trinken“. Als ob es darauf ankäme!

Tatsächlich bleibt abzuwarten, inwieweit die Genannten den Bachmannschen Umarmungsversuchen Folge leisten, um ausgerechnet der Kleinstpartei Andre Poggenburgs (der sich bei gleicher Gelegenheit schon einmal um Kopf und Kragen schwadronierte) einen Anschein von Relevanz zu verschaffen. Die Freien Wähler werden sich hüten und auch die AfD dürfte auf Distanz bleiben; wohl wissend, daß sie vor allemWählerschichten jenseits montäglicher Straßenumzüge überzeugen muß.

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