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Nur Dreier-Bündnis, Rot-Rot-Grün jedoch nicht möglich

Neue Umfrage für Sachsen: Schwarz-Rot verliert Mehrheit, AfD bei 25 Prozent

Dienstag, 22 November 2016 22:42
Neue Umfrage für Sachsen: Schwarz-Rot verliert Mehrheit, AfD bei 25 Prozent Kartendaten © 2016 GeoBasis-DE/BKG (©2009),Google

Dresden – Eine neue Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des MDR schreckt die Politik in Sachsen auf. Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, käme die CDU auf 34 Prozent und wäre damit weiter stärkste Kraft, sie verlöre jedoch im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2014 genau 5,4 Prozentpunkte. Da der Koalitionspartner SPD laut diesen Zahlen bei 12 Prozent (-0,4%) stagnieren würde, wäre die Mehrheit für Schwarz-Grün futsch. Großer Gewinner der Wahl wäre die AfD, die im Vergleich zu 2014 noch einmal sage und schreibe 15,3 Punkte zulegen könnte und mit 25 Prozent auf Platz zwei landen würde.

Die von der Petry-Partei überholte Linke müsste nach den Zahlen von Infratest dimap Federn lassen. Sie verlöre 2,9 Prozent und wäre mit 16 Prozent drittstärkste Kraft in Sachsen. Ebenfalls wieder im Landtag vertreten wären die Grünen mit 7 Prozent, die leicht hinzugewinnen würden (+1,3%). Gar nicht mehr gesondert aufgeführt sind FDP und NPD, die sich unter den 5 Prozent Sonstigen wiederfinden und damit den Einzug in den Landtag klar verpassen würden.

Neben einer wohl nur rechnerisch möglichen Koalition aus CDU und AfD bedürfte es nach diesen Zahlen einer Dreier-Koalition, um eine stabile Mehrheit bilden zu können. Linke, Grüne und SPD hätten allerdings keine Mehrheit.

Ein Viertel der von Infratest dimap Befragten hat sich noch nicht entschieden, wen sie wählen würden. Fünf Prozent gaben an, dass sie gar nicht wählen gehen würden – ein überraschend niedriger Wert. Bedenklich hingegen: Bedenklich: Jeder dritte Befragte traut aktuell keiner der Parteien zu, die wichtigsten Aufgaben im Freistaat lösen zu können. Das sind 15 Prozentpunkte mehr als bei der Umfrage unmittelbar vor der letzten Landtagswahl 2014.

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