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Wird Sachsen unter dem Protektionismus des neuen US-Präsidenten leiden?

Nach Trump-Sieg: Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) für weitere Zusammenarbeit mit den USA

Donnerstag, 10 November 2016 18:06
Stanislaw Tillich Stanislaw Tillich © Sächsische Staatskanzlei / Jürgen Jeibmann

Dresden – Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat nach der Wahl des Republikaners Donald Trump zum US-Präsidenten für eine Fortführung der guten Beziehungen zu Amerika geworben. „Das Wahlergebnis ist das Wahlergebnis“, so Tillich am Mittwoch. Die Entscheidung der Wähler gelte es „zu respektieren und gleichzeitig die Möglichkeiten einer weiteren engen Zusammenarbeit und nicht nach Trennendem zu suchen“, fügte der sächsische Regierungschef hinzu.

Außerdem erklärte Tillich: „Ich gehe davon aus, dass die außenwirtschaftlichen Beziehungen seitens der sächsischen Unternehmen weiter gut funktionieren können. Ich glaube, dass die Amerikaner wissen, dass sie im Großen und Ganzen von den offenen Märkten in der Welt profitieren.“

Skeptisch äußerte sich hingegen der stellvertretende Geschäftsführer der Niederlassung Dresden des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Joachim Ragnitz, der erwartet, dass der von Trump im Wahlkampf angekündigte protektionistische Wirtschaftskurs Sachsen negativ treffen könnte. Ragnitz wies darauf hin, dass die USA der zweitwichtigste Handelspartner für den Freistaat seien. Wichtigste Ausfuhrprodukte seien Autos, Maschinen sowie elektrotechnische Waren und damit allesamt Güter, die in Sachsen einen hohen Anteil an der Produktion ausmachten.

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