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Es geht um Sachsen

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) glaubt an Wahlsieg zur Landtagswahl

Donnerstag, 30 Mai 2019 12:56

Dresden - Mit dem Ergebnis der Europawahl 2019 musste die sächsische CDU abermals erkennen, dass ihr die AfD vor allem im südöstlichen Sachsen den ersten Platz in der Wählergunst im Land streitig macht. Aber nach den Verlusten bei der Europa- und der Kommunalwahl am Sonntag zeigt sich der CDU-Landesvorsitzende, Ministerpräsident Michael Kretschmer, kämpferisch. „Dieses Ergebnis muss ein Weckruf sein, auch an die eigenen Leute“, so Kretschmer.

Mit Blick auf die Landtagswahl machte Michael Kretschmer klar: „Es geht um Sachsen.“ Die Europawahl sei eine „Bekenntniswahl“ gewesen, bei der es vorrangig um die Frage gegangen sei, ob man für oder gegen Europa ist. „Die übergroße Mehrheit der Sachsen ist für Europa. Aber zur Frage, wie die EU gestaltet sein soll, gibt es eben auch Kritik“, sagt der Ministerpräsident gegen über der Wochenzeitung „DIE ZEIT“. Dass über diese Themen nicht gesprochen wurde, habe den Raum für Populisten geöffnet.

Die Bundesregierung und die Bundes-CDU fordert Michael Kretschmer auf, nach diesem Wahlsonntag das gesamte Land in den Blick zu nehmen. „Ich höre jetzt ständig vom Klimaschutz, der noch ernster genommen werden solle. Ohne Frage ist das ein wichtiges Thema, aber wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es dazu in Deutschland offensichtlich sehr unterschiedliche Ansichten gibt. Viele Menschen bei uns in Sachsen fremdeln mit dem Kohleausstieg. Sie fragen sich, ob das Land auf Strom aus Atomkraft und Braunkohle wirklich verzichten kann; ob alternative Energien genügend Leistung bringen. Kann das überhaupt funktionieren? Solche Fragen höre ich hier. Darauf haben übrigens auch die Grünen noch keine Antwort gegeben.“

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