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Robert Crepinko (Europol) macht verstärkte Schleusungen verantwortlich

Migration: Balkanroute weiterhin durchlässig

Freitag, 03 Februar 2017 20:20
Landkarte vom Balkan Landkarte vom Balkan Quelle: GOOGLE® Maps

Den Haag – Trotz anderslautender Bekundungen von Politikern ist die sogenannte Balkanroute weiterhin ein Schlupfloch für die Einreise von Migranten nach Deutschland. „Die westliche Balkanroute ist nicht geschlossen – auch wenn die Grenzen viel besser geschützt sind als vor einem Jahr“, so Robert Crepinko, Leiter des Anti-Schmuggler-Zentrums der europäischen Polizeibehörde Europol, gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Ein Grund dafür ist, wie auch das Bundesministerium des Innern einräumen musste, die verstärkte Tätigkeit von Menschenschmugglern. Nach Schätzungen von Europol griffen zuletzt mehr als 90 Prozent der Migranten auf die Hilfe von Schleusern zurück. In Deutschland trafen nach Angaben des Bundesinnenministeriums in den vergangenen Monaten jeweils zwischen 16.000 und 18.000 Asylsuchende ein, die meisten von ihnen Syrer, Afghanen und Iraker. Das sind zwar deutlich weniger als noch im vergangenen Jahr. Von einem Versiegen des Zustroms über den Balkanweg kann jedoch keine Rede sein.

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