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20,7 Millionen außereuropäische Ausländer in der EU

Migranten-Magnet Deutschland: Mehr als 13 Prozent der Einwohner haben keinen deutschen Pass

Donnerstag, 29 Juni 2017 05:57
Bootsflüchtlinge im Mittelmeer bei Lampedusa Bootsflüchtlinge im Mittelmeer bei Lampedusa Quelle: wikimedia.org | Viro Manzari | CC BY 2.0

Berlin – Die Bundesrepublik Deutschland ist nach einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ zum „stärksten Magneten für Migranten“ in Europa geworden. Der Anteil von Einwohnern ohne deutsche Staatsangehörigkeit sei demnach „inzwischen auf mehr als 13 Prozent gestiegen“. In dem Bericht heißt es dazu weiter: „Deutschland, das sind viele Nationen in einer. In der Bundesrepublik leben inzwischen so viele Ausländer, dass sie zusammengenommen der Bevölkerung eines mittelgroßen EU-Landes entsprechen.

Nach den jüngsten vorliegenden Daten haben mindestens elf Millionen Einwanderer und Einwandererkinder ihren Wohnsitz in Europas größter Volkswirtschaft.“

Konkret bedeutet dies, dass der ausländische Bevölkerungsanteil in der Bundesrepublik der Gesamteinwohnerzahl Belgiens oder Griechenlands entspricht. Die „Welt“ beruft sich auf den aktuellen Migrationsreport des europäischen Statistikamts Eurostat, der mit Daten aus dem Jahr 2015 arbeitet. Diese „zeichnen das Bild einer neuen Völkerwanderung“, so das Blatt. „Tatsächlich erlebt Europa gerade die größte Migrationsbewegung der vergangenen Dekade.“

Zusammengefasst werden die Ergebnisse wie folgt: „Durch die Migrationswelle des Jahres 2015 ist die Zahl der außereuropäischen Ausländer in der Union auf 20,7 Millionen nach oben geschnellt. Das entspricht beinahe der Bevölkerung Australiens. Dazu kommen noch einmal 16 Millionen Menschen, die heute in einem anderen EU-Land leben als dem, in dem sie geboren wurden.“

Deutschland beheimatet gemäß Eurostat mit 8,7 Millionen Personen von allen Staaten der Europäischen Union die höchste Zahl nichteuropäischer Migranten. „Ohne Zweifel heißt das Ziel Nummer eins in diesem Jahrzehnt: Deutschland. Allein 2015 – im Jahr der ‚Flüchtlingskrise‘ – strömten 1,5 Millionen Menschen in Europas größte Volkswirtschaft, mehr als doppelt so viel wie ins Vereinigte Königreich, das 632.000 Menschen aufnahm. Frankreich absorbierte im gleichen Jahr nur 364.000 Einwanderer, Spanien 342.000 Menschen von außerhalb“, heißt es in dem Bericht.

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