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Vortrag beim Institut für Staatspolitik (IfS) im November

Maximilian Krah spricht bei rechtem Thinktank in Schnellroda

Mittwoch, 28 September 2016 14:00
Götz Kubitschek (l.), Maximilian Krah Götz Kubitschek (l.), Maximilian Krah Quelle: sezession.de | maximilain-krah.de

Dresden/Schnellroda – Das frühere Dresdner CDU-Vorstandsmitglied Maximilian Krah zieht es nach seinem Austritt aus der Union in rechte Kreise. Laut einer Ankündigung des Verlegers Götz Kubitschek auf der Internetseite der Zeitschrift „Sezession“ soll Krah am 5. November 2016 in Schnellroda (Sachsen-Anhalt) auf einer Tagung des Instituts für Staatspolitik (IfS) sprechen (http://www.sezession.de/55748/kongress-in-schnellroda-jongen-krah-und-die-75-sezession.html). Das IfS gilt als führender Thinktank der sogenannten „Neuen Rechten“. Kubitschek trat mehrfach bei Demonstrationen von PEGIDA auf und gründete mit dem Journalisten Jürgen Elsässer das zuwanderungskritische „Einprozent“-Projekt. Neben Krah ist der AfD-„Parteiphilosoph“ Marc Jongen als Referent in Schnellroda angekündigt.

Krah soll laut Tagungsplan zum Thema „CDU-Austritt – Nachdenken über eine Reform der Parteiendemokratie“ sprechen. Verleger Kubitschek lobt den CDU-Abtrünnigen mit den Worten: „Dr. Maximilian Krah ist vor gut einer Woche aus der CDU ausgetreten und hat mit diesem Schritt das Internet-Projekt cdu-austritt.de initiiert. Seine Begründungen lassen an Deutlichkeit und Augenmaß nichts fehlen. Er wird uns grundsätzliche Gedanken zu einer Reform der Parteiendemokratie vortragen.“ 

Marc Jongen, ehemaliger Hochschulassistent des Philosophen Peter Sloterdijk und stellvertretender Landesvorsitzender der AfD Baden-Württemberg, wird von Kubitschek als „einer der programmatisch profilierten Köpfe der AfD“ vorgestellt. Sein Vortrag soll sich um das Thema „Leitkultur“ drehen. Der gebürtige Südtiroler schreibt nach eigenen Angaben derzeit an einem Partei-„Manifest“. 

Der gemeinsame Auftritt mit Jongen beim IfS nährt die Vermutung, Krah könnte sich in absehbarer Zeit der AfD anschließen. Der Ex-CDUler zeigt sich jedoch weiterhin zurückhaltend. In einem aktuellen Text auf „Huffington Post“ schreibt er dazu: „Viele fragen mich, ob ich meine politische Zukunft in der AfD sehe. Ich weiß, dass die Partei für viele ehemalige CDU-Mitglieder eine neue Heimat geworden ist. Ich weiß aber auch, dass diese Partei einige Mitglieder und Anhänger hat, mit denen ich nichts zu tun haben will.“ Er könne daher „aktuell noch nicht sagen“, ob er der Partei beitreten werde.

Letzte Änderung am Mittwoch, 28 September 2016 14:13
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