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Braunkohleabbau bestimmendes Thema

Lausitzer Sorben sind Gastgeber der diesjährigen EFA-Generalversammlung

Mittwoch, 15 April 2015 15:41
Braunkohle-Bagger Braunkohle-Bagger

Bautzen – Vom 16. bis 19. April treffen sich im ostsächsischen Bautzen über 120 Vertreter autochthoner Minderheiten im Rahmen der Generalversammlung der Europäischen Freien Allianz (EFA). Dem Bündnis gehören über 40 nationale, regionale und autonomistische Parteien aus 17 Staaten an. Gastgeberin ist in diesem Jahr die Lausitzer Allianz (Łužiska Alianca), die seit 2014 der EFA angehört und sich als Interessenvertretung der brandenburgischen und sächsischen Sorben versteht.

Derzeit engagiert sich die sorbische Partei vor allem für eine Einstellung des regionalen Braunkohleabbaus, wegen dem bereits 36.000 Menschen umgesiedelt wurden mussten. Als Hauptgegner hat die Allianz den Energiekonzern Vattenfall ausgemacht, der auf immer mehr Fläche, vorwiegend in der brandenburgischen Niederlausitz, Tagebau betreibt. Das schwedische Unternehmen ist allerdings der mit Abstand größte Arbeitgeber in der Region, was auch innerhalb der Bevölkerung zu Interessenkollisionen führt. Die Braunkohleproblematik wird denn auch bestimmendes Thema auf der EFA-Generalversammlung sein.

Zu den weiteren Parteien und Verbänden aus Deutschland, die in der EFA organisiert sind, zählen unter anderem die Bayernpartei (BP) und der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), die Vertretung der dänischen und friesischen Minderheit in Schleswig-Holstein. Im Europaparlament ist die EFA mit zwölf Abgeordneten vertreten: vier von der flämischen Nieuw-Vlaamse Alliantie (N-VU), je zwei von der Scottish National Party (SNP) und der katalanischen Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) und einem von Plaid Cymru aus Wales. Die diesjährige Generalversammlung in Bautzen steht unter dem Motto: „Wir waren, wir sind, wir werden sein!“

Letzte Änderung am Freitag, 07 August 2015 14:50
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