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„Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte“

Katja Kipping führt die sächsische LINKE in den Bundestagswahlkampf

Dienstag, 02 Mai 2017 13:54
Katja Kipping Katja Kipping Foto: Anke Illing, www.photocultur.de

Glauchau – Die sächsische Linkspartei hat am vergangenen Sonnabend auf einem Landesparteitag in Glauchau erwartungsgemäß Parteichefin Katja Kipping auf den ersten Platz ihrer Landesliste zur Bundestagswahl gewählt. Die gebürtige Dresdnerin erhielt 167 Delegiertenstimmen, 24 stimmten gegen sie, sechs enthielten sich. Damit entfielen 84,8% Prozent der abgegebenen Stimmen auf Kipping.

Zuvor hatte die Parteivorsitzende der LINKEN einen klaren Anspruch formuliert: „Eins sollten wir immer deutlich machen: wir sind proeuropäisch! Gerade deshalb werden wir uns mit dieser EU nicht zufrieden geben.“ Der Kapitalismus sei „nicht das Ende der Geschichte“, so die 39-jährige Bundestagsabgeordnete.

In ihrer Bewerbungsrede bekräftigte Kipping zudem, die Partei selbstbewusst in den Wahlkampf zu führen: „Dabei sollten wir unsere Ziele nicht zu bescheiden ansetzen. Die LINKE kann die Rechtspopulisten hinter sich lassen. Wir können bundesweit die drittstärkste Kraft werden. Nur eine starke LINKE sei der Garant dafür, „dass die Politik nach den Wahlen tatsächlich sozialer und friedlicher wird“, so die Politikerin, die dem Bundestag seit 2005 angehört.

Auf den weiteren Plätzen der sächsischen LINKE-Landesliste folgen André Hahn, Caren Lay, Michael Leutert, Sabine Zimmermann, Axel Troost, Susanna Karawanskij, Tilman Loos, Franziska Riekewald und Tilo Hellmann. Insgesamt umfasst die Liste 16 Kandidatinnen und Kandidaten.

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