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Horst Seehofer versucht mit allen Mitteln Markus Söder auszubremsen

Karl-Theodor zu Guttenberg will weder CSU-Chef noch Spitzenkandidat zur Bundestagswahl werden

Dienstag, 01 März 2016 21:49
Karl Theodor zu Guttenberg (2011) Karl Theodor zu Guttenberg (2011)

München - Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer ist offenbar mit seinem Plan gescheitert, den ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg für eine Rückkehr in die deutsche Politik zu gewinnen. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ bot Seehofer Guttenberg die Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl 2017 und den Parteivorsitz der CSU an.

Ein politisches Comeback soll Guttenberg mit Verweis auf seine Tätigkeit als Vorsitzender einer Investment- und Beratungsfirma in den USA abgelehnt haben. Anfang 2011 musste der christsoziale Überflieger sein Ministeramt niederlegen, nachdem ihm die Universität Bayreuth wegen Plagiaten den Doktortitel aberkannt hatte.

Daraufhin siedelte Guttenberg mit seiner Familie in die USA über. Er scheint heute zu der Überzeugung gelangt zu sein, dass ihn der Makel seiner abgeschriebenen Doktorarbeit politisch nachhaltig beschädigt hat. Die „Süddeutsche Zeitung“ zitiert ihn mit dem Satz: „Unabhängig davon würden die berechtigten Gründe für meinen Rücktritt sowie mein lausiger Umgang damit eine Rückkehr nicht rechtfertigen.“

Trotz des Korbes für Seehofer wird Guttenberg in einem neuen Strategie- und Wahlkampfteam der CSU mitarbeiten, das sich unter anderem mit Fragen der Außenpolitik und Digitalisierung befasst.

In der Partei ist es ein offenes Geheimnis, dass die Guttenberg-Avancen Seehofers auch mit dessen herzlicher Abneigung gegenüber Finanzminister Markus Söder zusammenhängen, dessen Aufstieg ins Ministerpräsidentenamt durch eine Rückkehr Guttenbergs ganz sicher zu verhindern wäre.

Letzte Änderung am Mittwoch, 02 März 2016 12:56
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