Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Politik

Keine Eskalation des Syrien-Konflikts zu erwarten

Künftiger US-Präsident Donald Trump strebt „konstruktive Partnerschaft“ mit Russland an

Dienstag, 15 November 2016 14:12
Amerikanisch-russische Partnerschaft Amerikanisch-russische Partnerschaft Quelle: SACHSEN DEPESCHE

Washington/Moskau – Der künftige US-Präsident Donald Trump hat eine Woche nach seinem Wahlsieg erstmals telefonischen Kontakt zu Russlands Präsident Wladimir Putin aufgenommen und diesem eine „konstruktive Partnerschaft“ angeboten. Damit macht Trump seine Ankündigung wahr, sich für ein Ende des Konflikts zwischen beiden Staaten einzusetzen. Nach Angaben des russischen Präsidialamtes wollen die USA und Russland künftig unter anderem bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus eng kooperieren. Die Gefahr einer Eskalation des Syrien-Konflikts, wie sie unter einer US-Präsidentin Hillary Clinton zu erwarten gewesen wäre, dürfte damit gebannt sein.

Auch Putin habe Trump einen „partnerschaftlichen Dialog“ angeboten, hieß es in der russischen Erklärung. Die Grundlage dafür seien gegenseitiger Respekt und die Nicht-Einmischung in die jeweiligen internen Angelegenheiten. Beide Gesprächspartner seien sich darin einig gewesen, dass die bilateralen Beziehungen in eine konstruktive Zusammenarbeit münden müssten. Es gehe um die Rückkehr zu einer „pragmatischen Kooperation mit gegenseitigem Nutzen“, welche „die Interessen beider Staaten sowie die Sicherheit und Stabilität der Welt berücksichtigen müsse“. Trump und Putin vereinbarten bei ihrem Telefonat zudem ein erstes Treffen. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.

Trumps Team erklärte, der Republikaner habe mit Putin eine Reihe von Themen besprochen. Der künftige Präsident der Vereinigten Staaten strebe eine „starke und dauerhafte“ Beziehung zu Russland an. Details wurden nicht bekannt, es hieß lediglich, dass in dem Telefonat eine Reihe von Bedrohungen und Herausforderungen zur Sprache gekommen seien, mit denen die USA und Russland gleichermaßen konfrontiert seien. Trump und Putin hätten sich zudem über strategische wirtschaftliche Problemstellungen und die 200 Jahre zurückreichenden amerikanisch-russischen Beziehungen unterhalten. Unabhängige Medien und Beobachter reagierten mit Erleichterung auf die neuen Nachrichten aus Washington und Moskau.

Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten