Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Politik

Klarstellung der FDP-Jugend zu einem Bericht auf SACHSEN DEPESCHE

JuliA Sachsen: Handel und Vertrieb von Drogen muss strafbar blieben

Dienstag, 05 Juli 2016 18:48
Der Landesvorstand der JuliA Sachsen. Im Bild ganz rechts: JuliA-Chef Philipp Hartewig. Der Landesvorstand der JuliA Sachsen. Im Bild ganz rechts: JuliA-Chef Philipp Hartewig. Quelle: JuliA Sachsen

Dresden – Die Jungliberale Aktion (JuliA) hat auf einen Bericht der SACHSEN DEPESCHE zu ihrer Forderung nach Entkriminalisierung des Drogenkonsums (http://www.sachsen-depesche.de/politik/crystal-sächsische-fdp-jugend-fordert-entkriminalisierung-des-drogenkonsums.html) reagiert. In einem Beitrag auf ihrer Facebook-Seite sah sich die FDP-Jugendorganisation zu einer Klarstellung veranlasst: „Die JuliA Sachsen befürwortet das portugiesische Modell. Nach diesem ist nur der Besitz von Drogen für den Eigenbedarf eine Ordnungswidrigkeit. Der Handel und Vertrieb ist und bleibt eine Straftat und muss konsequent verfolgt und bestraft werden.“

Die SACHSEN DEPESCHE hatte zuvor bemängelt, dass die sächsischen Jungliberalen und ihr Vorsitzender Philipp Hartewig in einer Pressemitteilung zur Forderung nach Entkriminalisierung des Drogenkonsums kein Wort zur Strafwürdigkeit des Vertriebs von Drogen verloren hatten. Daher müssten sie sich die Frage gefallen lassen, „wieso es dem Schutz von Neugeborenen und Kindern dienen soll, wenn ihre Mütter noch leichter als bisher an Crystal Meth kommen“, so die SACHSEN DEPESCHE.

Hierzu heißt es in der Facebook-Stellungnahme der JuliA Sachsen: „Wir denken, dass eine Entkriminalisierung des Eigenkonsums auch den Neugeborenen helfen kann. Gibt die Mutter den Konsum an, weil dieser nicht mehr unter Strafe steht, ist man auf eventuelle Komplikationen vorbereitet und kann sie abmildern oder abwenden.“ Dank des „exzellenten Gesundheitssystems“ in Deutschland sehe man den Frauen ihren Drogenkonsum häufig nicht an. „Drogensucht ist eine Krankheit. Primäre, Sekundäre und Tertiäre Prävention müssen vor Bestrafung stehen“, so die sächsische FDP-Jugend.

Artikel bewerten
(2 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten