Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Politik

Sachsens FDP-Chef zur Erhöhung der EEG-Umlage

Holger Zastrow (FDP): „Schluss mit der staatlich verordneten Subventionswirtschaft“

Dienstag, 18 Oktober 2016 13:07
Holger Zastrow, FDP Sachsen Holger Zastrow, FDP Sachsen Quelle: www.fdp-sachsen.de

Dresden – Vor wenigen Tagen haben die deutschen Stromnetzbetreiber bekanntgegeben, dass die EEG-Umlage ab 2017 um 8,3 Prozent auf den neuen Rekordwert von 6,88 Cent pro Kilowattstunde steigen wird. Für Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow ist dies nicht weniger als eine „Bankrotterklärung für die Energiepolitik der Bundesregierung“. Der sächsische FDP-Vorsitzende, der auch dem Bundespräsidium der Liberalen angehört, setzt sich für eine marktwirtschaftliche Reform des Energiemarkts in Deutschland ein.

Zastrow erklärte zur Ankündigung der Preiserhöhung, die Übersubventionierung von Ökostrom sei vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Zur steigenden Kostenbelastung für die Verbraucher schweige die derzeitige schwarz-rote Landesregierung. „Den Preis für die verfehlte deutsche Energiepolitik zahlen Privathaushalte und Unternehmen. Die überstürzte und chaotische Energiewende wird immer teurer, ohne dass dadurch auch nur eine Tonne Kohlendioxid eingespart wird“, so der sächsische FDP-Chef. Es sei „aberwitzig, dass derzeit vor allem Kohlekraftwerke die Netze stabilisieren, um die extremen Schwankungen bei der Einspeisung von Erneuerbaren Energien auszugleichen“.

Die „vom Staat verordnete Subventionswirtschaft, die nur bestimmte Stromproduzenten bevorzugt“, müsse durch eine marktwirtschaftliche Lösung ersetzt werden. „Derzeit findet kein Wettbewerb um neue, ressourcenschonende Technologien zur Energieerzeugung statt, sondern ein Wettlauf um das Abgreifen der höchsten Subventionen“, bemängelte Zastrow. Die von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verkündete „Ministeuersenkung“ werde durch die Erhöhung der EEG-Umlage wieder zunichte gemacht.

Artikel bewerten
(1 Stimme)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten