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FDP Sachsen sieht Pläne der Deutschen Bahn als unzureichend an

Holger Zastrow (FDP): „Elektrifizierung der Strecken Chemnitz-Leipzig und Dresden-Görlitz vorantreiben“

Sonntag, 12 März 2017 15:39
Holger Zastrow, FDP Sachsen Holger Zastrow, FDP Sachsen Quelle: www.fdp-sachsen.de

Dresden – Vor wenigen Tagen stellte die Deutsche Bahn AG ihre Investitionspläne für den Freistaat Sachsen vor. Nicht zufrieden damit zeigt sich der Landesvorsitzende der sächsischen FDP, Holger Zastrow, der die geplanten Maßnahmen als unzureichend ansieht. „So erfreulich die bessere Anbindung Leipzigs nach München und Süddeutschland ist, umso ärgerlicher ist der Stillstand bei den wichtigen Elektrifizierungsvorhaben der Strecken Chemnitz-Leipzig und Dresden-Görlitz. Für beide Schlüsselvorhaben gibt es bisher keine Klarheit, die Positionierung im Bundesverkehrswegeplan ist absolut unbefriedigend“, erklärte Zastrow am Freitag.

Es reiche nicht aus, wenn die Sächsische Staatsregierung und Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) immer nur auf Berlin verwiesen. Chemnitz-Leipzig und Dresden-Görlitz seien strategische Verkehrsprojekte, die „mit mehr Nachdruck durch die Landesregierung vorangetrieben werden“ müssten. „Es ist völlig unbefriedigend, dass Chemnitz und Südwestsachsen bis heute keine belastbare Perspektive für eine schnelle Fernverkehrsanbindung haben. Gerade zu peinlich ist es, dass auf der Ost-Westachse zwischen Dresden und der polnischen Landesgrenze unser Nachbarland die Elektrifizierung bis zur Grenze hinbekommen hat, auf deutscher Seite trotz eines Staatsvertrags mit Polen aus dem Jahr 2003 bis heute jedoch nichts passiert ist“, so der Landeschef der Liberalen.

Die FDP Sachsen hatte bereits im Juli 2016 eine zügige Freigabe von Landesmitteln für die Elektrifizierung der beiden Bahnstrecken angemahnt. Neben den Liberalen setzt sich auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann mit Nachdruck für eine notwendige Modernisierung der Trassen ein.

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