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Urteil des VG Dresden erfordert Konkretisierung im Schulgesetz

Holger Zastrow (FDP): „Bildungsempfehlung für Gymnasium nicht aufweichen“

Dienstag, 30 August 2016 20:55
Holger Zastrow (FDP): „Bildungsempfehlung für Gymnasium nicht aufweichen“ Quelle: FDP Sachsen

Dresden – Der Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Holger Zastrow, hat davor gewarnt, die Bildungsempfehlungen der Grundschulen für den Übergang auf weiterführende Schulen aufzuweichen. Stattdessen sollten die entsprechenden Kriterien im neuen Schulgesetz konkretisiert werden. Für einen Wechsel aufs Gymnasium ist in Sachsen ein Notendurchschnitt von mindestens 2,0 in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht erforderlich. Das Verwaltungsgericht Dresden hat diese Praxis in einem Urteil nun infrage gestellt, indem es einer Schülerin den Besuch des Gymnasiums mit einem schlechteren Notendurchschnitt erlaubt hat. Es müsse jedoch weiterhin „objektive und leistungsbezogene Zulassungskriterien für das Gymnasium geben“, mahnte Zastrow am Montag an.

Holger Zastrow betonte: „Das sächsische Abitur genießt mit seinen Standards bundesweit einen hervorragenden Ruf. Eine Abkehr von Leistungskriterien für das Gymnasium wäre das Ende eines hohen Bildungsniveaus an unseren Gymnasien. Ein ‚Abitur light‘ darf es in Sachsen nicht geben.“ Es könne keinen Anspruch geben, „jeden Grundschüler unabhängig von seinen Fähigkeiten auf das Gymnasium zu schicken“. Dies würde Schülern und Gymnasien gleichermaßen schaden, so Sachsens FDP-Chef.

„Sachsen hat mit Oberschule und Gymnasium ein zweigliedriges Schulsystem, das für jeden Schüler ein passendes Angebot bietet. Wir müssen dafür sorgen, dass die Durchlässigkeit zwischen Oberschule und Gymnasium weiter verbessert und auch die Qualität an der Oberschule gesteigert wird“, forderte Zastrow. „Noch ist Sachsen von dem unter der CDU/FDP-Staatsregierung vereinbarten Ziel entfernt, an allen sächsischen Oberschulen Leistungsklassen, die zweite Fremdsprache und eine professionelle Berufsorientierung anzubieten.“ Nur so könne die Oberschule weiter aufgewertet und die Wechselmöglichkeit zwischen Oberschule und Gymnasium erleichtert werden.

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