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Gefahr neuer islamistischer Terrorzellen wächst

Hessen: CDU-Abgeordneter Ismail Tipi warnt vor Eroberung „moderater Moscheen“ durch Salafisten

Mittwoch, 23 März 2016 23:36
Ismail Tipi (CDU) Ismail Tipi (CDU) Quelle: Ismail Tipi

Wiesbaden - Ismail Tipi, türkischstämmiges CDU-Mitglied des Hessischen Landtages, wird seit Längerem wegen seiner Warnungen vor der radikal-islamischen Szene eingeschüchtert und sogar mit dem Tod bedroht. Nun hat der Abgeordnete, der seit Anfang 2010 den Wahlkreis 45 (Offenbach Land II) vertritt und in Heusenstamm lebt und ein Bürgerbüro unterhält, islamischen Fanatikern erneut den Fehdehandschuh hingeworfen.

Tipi warnt davor, dass Salafisten „moderate Moscheen“ erobern und die Vorstände übernehmen: „Nach den Schulen und nach den Flüchtlingsunterkünften fokussieren sich die Salafisten in Deutschland nun auf die Moschee-Gemeinden. Pierre Vogel ruft seine Anhänger dazu auf, die Gemeinden unter Kontrolle zu bringen. Er macht langsam das wahr, was er vor Jahren gefordert hat, nämlich hunderttausend Dawa-Zentren in Deutschland zu gründen.“

Der Abgeordnete bezieht sich auf eine Videobotschaft des Hasspredigers Pierre Vogel vom 17. März 2016. Darin fordert der Salafist seine Anhänger auf, „die Moscheen in Deutschland einzunehmen und zu erobern“, indem deren Vorstände mit Gleichgesinnten besetzt werden. „Wenn wir nicht handeln, wird er seine salafistische Gesinnung unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit den Gemeindemitglieder diktieren“, beklagt Ismail Tipi. Sollte den Islamisten die Infiltration von Moschee-Gemeinden tatsächlich gelingen, drohe die Entstehung neuer Terrorzellen in Deutschland.

Diese Gefahr sei real, weil auch die deutschen Moschee-Gemeinden ein demografisches Problem hätten und es durch Nachwuchsprobleme für sie immer schwerer werde, ihre Vorstände zu besetzen. Darin liege die große Chance der Salafisten, die in der Regel jünger als 30 Jahre seien. Der CDU-Politiker schlägt deshalb Alarm: „Das ist eine sehr große Gefahr für unsere Demokratie, für unseren inneren Frieden und für unser gesellschaftliches Zusammenleben. Wenn Salafisten in Moscheen das Sagen haben und die Vorstände führen, wird das für unseren Rechtsstaat, unsere Demokratie und die Integrationsarbeit ein Hindernis sein. Wir müssen uns dann Sorgen machen, da nicht nur Hinterhof-Moscheen, sondern auch moderate Moschee-Gemeinden von Salafisten geführt und indoktriniert werden.“

Der gebürtige Türke warnt gleichzeitig vor einer weiteren Stärkung zuwanderungskritischer, rechter Kräfte: „Je mehr Moscheen sich der salafistischen Gesinnung anschließen, je mehr Moscheen Hass predigen, desto drastischer wird sich das Gesellschaftsbild in Deutschland ändern. Damit wird der Rechtsruck in Deutschland noch größer werden.“ Dann drohten sogar „Straßenschlachten zwischen hasserfüllten Salafisten-Gemeinden mit Andersgläubigen“.

Damit es soweit nicht kommt, müsse der „salafistische Sumpf rechtzeitig trockengelegt“ werden. Nötig seien ein Betätigungsverbot für Vogel und Co. sowie ein Verbot der Koran-Verteilungen an „Lies-Ständen“. Mit diesen Äußerungen dürfte der mutige Warner und Mahner noch mehr ins Fadenkreuz fanatisierter Muslime geraten.

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