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Zusammenhang mit Anti-Terror-Einsatz in der letzten Woche?

Großrazzien gegen Tschetschenen-Mafia in mehreren sächsischen Städten

Donnerstag, 03 November 2016 23:22
Großrazzien gegen Tschetschenen-Mafia in mehreren sächsischen Städten Bildquelle: PIXABAY.COM

Dresden – Spezialeinsatzkräfte der Polizei und der GSG 9 haben am Mittwoch in insgesamt 20 Objekten in Dresden, Leipzig, Pirna, Radeberg sowie in Thüringen und Rheinland-Pfalz Großrazzien durchgeführt. Im Visier der Fahnder stehen 16 tschetschenische Asylbewerber. Nach Angaben des Landeskriminalamtes Sachsen besteht der Verdacht auf Bildung einer kriminellen Vereinigung. Außerdem werden den russischen Staatsbürgern tschetschenischer Volkszugehörigkeit gemeinschaftliche räuberische Erpressungen, Bedrohungen, Freiheitsberaubungen, und Körperverletzungen vorgeworfen. Die Beschuldigten werden der sogenannten Russisch-Eurasischen Organisierten Kriminalität (REOK) zugeordnet.

Sachsens LKA-Chef Jörg Michaelis erklärte nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu dem Vorgehen gegen die als hochgefährlich geltenden Mitglieder der Tschetschenen-Mafia: „Gerade in Zeiten, in denen die Maßnahmen zur Abwehr der Terrorgefahr einen Schwerpunkt der kriminalpolizeilichen Arbeit bilden, dürfen wir den traditionellen Kriminalitätsfeldern, insbesondere der OK, keine Freiräume zur Entfaltung lassen. Daher hat dieser Einsatz auch eine Signalwirkung.“

Die Bundespolizei-Einheit GSG 9 kam laut einem Sprecher des LKA zum Einsatz, weil die Ermittler von einem hohen Gewaltpotenzial der Verdächtigen ausgehen. Einen Zusammenhang mit dem Anti-Terror-Einsatz gegen Tschetschenen in fünf Bundesländern in der vergangenen Woche wollte das Landeskriminalamt zunächst nicht bestätigen.

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