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Veranstaltung zum Positionspapier von sächsischer Union und CSU

Freiberg: Matthias Rößler (CDU) und Markus Blume (CSU) diskutieren über deutsche „Leitkultur“

Mittwoch, 25 Januar 2017 00:44
Matthias Rößler (CDU) Matthias Rößler (CDU) Quelle: de.wikipedia.org | Foto: Sven Teschke | CC BY-SA 3.0 de

Freiberg – Am kommenden Sonnabend diskutieren Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) und der bayerische Landtagsabgeordnete Markus Blume (CSU) in Freiberg über das gemeinsam von sächsischer Union und Christsozialen Ende letzten Jahres erarbeitete Papier zur deutschen „Leitkultur“. Die Veranstaltung unter dem Motto „Leitkultur und starker Staat – Was hält Deutschland zusammen?“ beginnt um 15 Uhr und findet in der Konzert- und Tagungshalle Nikolaikirche (An der Nikolaikirche 1, 09599 Freiberg) statt.

Laut Veranstaltungsankündigung halten Landtagspräsident Matthias Rößler und der bayerische Politiker Markus Blume, der auch Vorsitzender der CSU-Grundsatzkommission ist, nach den Grußworten des Landtagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden der CDU Mittelsachsen, Sven Liebhäuser, zunächst Impulsreferate zur Einführung in das Thema. Anschließend findet eine von dem Historiker und Geschäftsführer des Geschichtsvereins Dresden, Justus H. Ulbricht, moderierte Diskussion statt.

Die CDU Sachsen teilte dazu am Dienstag mit: „Leitkultur und starker Staat sind Grundpfeiler des politischen Selbstverständnisses sowohl der Sächsischen als auch der Christlich-Sozialen Union. Die Leitkultur gibt den Menschen in unserem Land Orientierung und ermöglicht es, unser Ordnungsverständnis durchzusetzen. Zur Leitkultur gehören deshalb auch unsere Sprache und staatliche Symbole. Ebenso wichtig ist es jedoch, unsere gemeinsamen Wurzeln und alltäglichen Umgangsformen zu kennen. Dazu zählen grundlegende Werte wie etwa Freiheitsrechte, Gleichberechtigung und Gemeinwohlorientierung. In einem starken Staat ist all das im Grunde eine Selbstverständlichkeit und garantiert dadurch den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Wie sich das aus bayerischer und sächsischer Perspektive konkret darstellt und was die Bürger darüber denken, soll hier auf Augenhöhe beim Tischgespräch diskutiert werden.“

Die sächsische CDU und die CSU hatten ihren „Aufruf zu einer Leit- und Rahmenkultur“ im Oktober 2016 auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. In dem Positionspapier betonen die beiden Schwesterparteien die Bedeutung nationaler und regionaler Identitäten, sprechen sich für „Heimat und Patriotismus“ sowie „eine verbindende Rahmenkultur“ aus und bezeichnen „die Symbole unseres Landes“ als wichtige Elemente zur Selbstidentifikation wie auch zur Integration von Migranten.

Kritik kam seinerzeit nicht nur aus den Reihen von SPD, Grünen und Linken, sondern auch vom ehemaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler, der das Positionspapier als „völlig daneben“ bezeichnete und bemängelte: „Dieser Aufruf, der zielt immer wieder auf das Nationale, aber das Nationale ist kein Grundwert.“

 

Siehe dazu auch folgende Beiträge der SACHSEN DEPESCHE:

http://www.sachsen-depesche.de/politik/cdu-sachsen-und-csu-wollen-„leit-und-rahmenkultur“-stärken.html

http://www.sachsen-depesche.de/politik/heiner-geißler-cdu-„das-nationale-ist-kein-grundwert“.html

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