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Querfront der beiden Polit-Frauen?

Frauke Petry (AfD) liebäugelt erneut mit Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht

Freitag, 06 Januar 2017 20:37
Frauke Petry, AfD | Sahra Wagenknecht Frauke Petry, AfD | Sahra Wagenknecht Quelle: AfD-fraktion-dresden.de | CC BY-ND | Quelle: sahra-wagenknecht.de | Foto: TRIALON, Berlin

Dresden – Die sächsische Landes- und Bundesvorsitzende der AfD, Frauke Petry, hat die Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht erneut in die Nähe ihrer Partei gerückt. Petry, die auch die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag anführt, reagierte damit auf aktuelle Äußerungen Wagenknechts gegenüber dem Magazin „Stern“. Die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag hatte mit Blick auf die Bundesregierung gesagt: „Es gibt eine Mitverantwortung. Neben der unkontrollierten Grenzöffnung ist da die kaputtgesparte Polizei, die weder personell noch technisch so ausgestattet ist, wie es der Gefahrenlage angemessen ist.“

Hierzu erklärte Frauke Petry am Donnerstag laut Pressemitteilung ihrer Fraktion: „Willkommen im Klub der logischen Erkenntnis, Frau Wagenknecht! Seit ihrem Bestehen kritisiert die AfD die explosiv herbeigeführte Auflösung der nationalstaatlichen Rechte und Pflichten Deutschlands, zu denen zwingend auch die Kontrollen an der deutschen Grenze gehören. Die Regierungsparteien und die nicht als Opposition agierenden Grünen und Linken tun zudem alles dafür, Politik im Interesse der deutschen Bürger abzuschaffen, aufzulösen, ja regelrecht zu bekämpfen. Dazu gehört auch die Diffamierung und das Kaputtsparen der Polizei.“

Wenn Wagenknecht nun beklage, dass Merkels Politik die AfD groß gemacht habe, müsse man ihr Recht geben. Die Chefin der Bundestagsfraktion der Linken habe „offenbar erkannt, worin die Ursachen für Terror, Willkür und sexuelle Gewalt“ lägen. Sie ziehe jedoch nach wie vor nicht die richtigen Schlussfolgerungen. Die Basis der Linken verkörpere ohnehin „ideologisch und politisch genau das Gegenteil“ von dem, was Wagenknecht kritisiert habe.

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