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Wegen Polizei-Schelte

Frauke Petry (AfD) fordert Rücktritt von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD)

Freitag, 04 März 2016 20:47
Frauke Petry (AfD) Frauke Petry (AfD) Quelle: de.wikipedia.org | Olaf Kosinski | CC BY-SA 3.0 de

Dresden – Die sächsische AfD-Landesvorsitzende Frauke Petry hat Sachsens Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef Martin Dulig (SPD) wegen seiner Polizei-Schelte zum Rücktritt aufgefordert. Der SPD-Politiker hatte in einem Gespräch mit der „Zeit“ den Polizisten des Freistaates ihre „interkulturelle Kompetenz“ abgesprochen und eine Nähe zu Pegida und der AfD unterstellt. Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, nannte die Äußerungen Duligs „pauschale Hetze“.

Frauke Petry, die auch Bundeschefin der AfD sowie Vorsitzende der sächsischen Landtagsfraktion ist, erklärte am Freitag: „In Leipzig wurde – angeblich mangels Interesse – die Automobil-Messe AMI abgesagt, Waggonbauer Bombardier baut in Größenordnung sächsische Arbeitsplätze ab, auch Globalfoundries droht mit Stellenabbau. Bahnstrecken sollen stillgelegt werden oder sind es schon, das traditionelle Harmona-Werk im Vogtland ist in Insolvenz und die Milchbauern ächzen unter den Russland-Sanktionen. Die Liste der offenen Baustellen, die alle in die Zuständigkeit des linkspopulistischen SPD-Wirtschaftsministers gehören, ist noch viel, viel länger. Zu keinem dieser Probleme hat Dulig bisher ein schlüssiges Lösungskonzept präsentiert.“

Stattdessen greife er „grund- und ehrlos“ Sachsens Polizisten an, die personell ohnehin schon „am Ende“ seien. Es gebe nun nur eine Möglichkeit, den Ruf der Polizei wiederherzustellen und die sächsische Wirtschaft zu unterstützen – nämlich „den Rücktritt des komplett überforderten und ideologisch am äußersten linken Rand agierenden Wirtschaftsministers Dulig“, so Petry.

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