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Keine Vorverurteilungen in Richtung Assad

Frauke Petry (AfD): „USA halten in Syrien das Streichholz an die Lunte“

Dienstag, 27 Juni 2017 20:44
Frauke Petry, Bundessprecherin der AfD Frauke Petry, Bundessprecherin der AfD Quelle: flickr | Metropolico.org | CC BY-SA 2.0

Dresden – Die Parteivorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, hat die USA für ihre neuerlichen aggressiven Töne gegenüber Syrien kritisiert und sich skeptisch über Meldungen geäußert, nach denen den USA Informationen darüber vorlägen, dass die syrische Regierung in den nächsten Tagen einen Chemiewaffeneinsatz plane. Sollte dies geschehen, werde Syriens Präsident Baschar al-Assad „einen hohen Preis bezahlen“, so hochrangige Regierungsvertreter.

Frauke Petry erklärte dazu am Dienstag: „Jetzt also, da die USA wieder einmal unwiderlegbare Hinweise auf einen Einsatz von Giftgasbomben haben wollen, werden sich auch unsere willfährigen, inzwischen völlig vom Rückgrat befreiten deutschen Politiker nicht zu schade sein, dieser gefährlichen Spirale der Gewalt nach dem Munde zu reden. Sie blenden aus, dass die Idee eines ‚Regime Change‘, wie von den Vereinigten Staaten lange postuliert, keinesfalls aufgegeben wurde. Sie ignorieren, dass die USA schon einmal mit vermeintlich hieb- und stichfesten Beweisen von Massenvernichtungswaffen in einen Krieg zogen, bereit, jetzt eventuell das Gleiche zu tun. Ein Krieg, der Ursache für einen immer noch schwelenden Konflikt im Nahen Osten ist.“

Sollte im Syrien-Krieg tatsächlich Sarin oder ein anderes Giftgas eingesetzt werden, wäre dies „ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das radikal zu ächten wäre“. Was Amerika jedoch nun in Syrien mache, sei gefährlich. „Sie legen das Streichholz zu nahe an eine Lunte, die irgendwann unkontrolliert zur Explosion führen könnte“, so Petry, die auch Landes- und Landtagsfraktionschefin der AfD in Sachsen ist.

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