Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Politik

AfD-Chefin korrigiert eigene Aussage

Frauke Petry (AfD): „Keine AfD-Beteiligung in Clausnitz“

Donnerstag, 25 Februar 2016 21:08
Frauke Petry, AfD Frauke Petry, AfD Quelle: afdbayern.de

Berlin – Die Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, hat ihre am Montag getätigte Aussage korrigiert, wonach an der Versammlung von Asylgegnern vor einer Unterkunft im sächsischen Clausnitz auch AfD-Mitglieder beteiligt gewesen sein sollen. Hierzu erklärte Petry am Mittwoch: „An der Demonstration vom 18. Februar 2016 in Clausnitz waren keine AfD-Mitglieder beteiligt. Das haben eingehende Prüfungen der letzten Tage ergeben.“ Zuvor hatte die AfD-Chefin im TV-Sender „Phoenix“ noch erklärt, es ärgere sie, „dass so etwas in Sachsen passiert, zumal wenn eigene Mitglieder beteiligt sind“.

<p style="text-align: justify;">Nun erklärte Petry, dass „diverse Medienberichte“ über eine Teilnahme von AfD-Mitgliedern an der Versammlung „unzutreffend“ seien. „Die AfD verbittet sich jegliche Verdächtigungen, konstruierte Zusammenhänge und Mutmaßungen dieser Art“, so die 40-jährige Politikerin, die selbst dazu beigetragen hatte, dass entsprechende Meldungen kursierten.</p>

<p style="text-align: justify;">Gleichzeitig nahm Petry die Anti-Asyl-Demonstranten in Schutz. So habe es „nach Gesprächen mit Augenzeugen keinerlei Angriffe der Demonstranten gegen die Asylbewerber im Bus gegeben“. Es sei lediglich „Wir sind das Volk“ gerufen worden. „Wenn solche Rufe schon dazu führen, dass strafrechtliche Konsequenzen verlangt werden, dann steht es schlecht um unsere Demokratie“, so die AfD-Parteichefin.</p>

<p style="text-align: justify;">Petry weiter: „Aus Polizeikreisen wurde bekannt, dass es offensichtlich strafrechtlich relevantes Verhalten seitens einiger Asylbewerber gegeben hat. Damit ist Clausnitz ein weiteres Beispiel für eine unsachliche Symptomdebatte. All jene, die Bürgerproteste lediglich kriminalisieren, tragen zur Eskalation bei und sollten stattdessen in ihren Parteizentralen für einen Politikwechsel im Kanzleramt eintreten.“ Nichtsdestotrotz wies sie noch einmal darauf hin, dass die AfD „gegen die fatale Migrationspolitik von Bundes- und Staatsregierung vor staatlichen Institutionen, nicht vor Asylbewerberunterkünften“ demonstriere.</p>

Artikel bewerten
(2 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten