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Ärger über „DDR“-Äußerungen des Wiener Nervenarztes

Franziska Schreiber (JA Sachsen) fordert Entschuldigung von „Ösi-Professor“ Josef Zeitlhofer

Freitag, 26 August 2016 20:09
Franziska Schreiber, stv. Landesvorsitzende der JA Sachsen Franziska Schreiber, stv. Landesvorsitzende der JA Sachsen Quelle: JA Sachsen (Facebook)

Dresden – Die Junge Alternative (JA) Sachsen fordert eine Entschuldigung von dem Wiener Professor Josef Zeitlhofer. Wie die Dresdner Lokalausgabe der „Bild“-Zeitung berichtete, wollte der in Fachkreisen international berühmte Neurologe vor kurzem Karten für eine Aufführung von Tschaikowskys „Nussknacker“ in der Semperoper bestellen. Der „Ösi-Professor“ („Bild“) hält sich im Dezember während eines Ärztekongresses in der sächsischen Landeshauptstadt auf und suchte offenbar nach einer kulturellen Abwechslung fürs Abendprogramm.

Nachdem ihm ein Dresdner Reisebüro mitgeteilt hatte, dass er auf die Warteliste gesetzt werden müsste, weil die Veranstaltung schon ausverkauft sei, reagierte der renommierte Nervenarzt, der an der Sigmund Freud PrivatUniversität und der Medizinischen Universität in Wien lehrt, äußerst unwirsch mit der Verortung von Dresden in der „DDR“ und den Worten: „Verkaufen sie Ihre Tickets an Putin!“

Hierzu erklärte die stellvertretende Landesvorsitzende der JA Sachsen, die Studentin Franziska Schreiber (26), die selbst gebürtige Dresdnerin ist: „Von Professoren bin ich in letzter Zeit ja so einige Entgleisungen gewohnt. Der Mainzer Hochschullehrer Mielke forderte beispielsweise im vergangenen November, friedliche Dresdner Demonstranten mit Wasserwerfen zu traktieren. Aber diese Äußerungen von Herrn Professor Zeitlhofer sind wirklich die Spitze des Eisbergs.“ Wer 27 Jahre nach der Wende Sachsen immer noch als „DDR“ bezeichne, offenbare seine „offensichtliche historische Unkenntnis“.

Dresden sei „eine Stadt der gelebten Meinungsfreiheit und Demokratie“, so die Vizechefin der sächsischen AfD-Jugend weiter. Auch ein Universitätsprofessor werde nicht bevorzugt behandelt. „Es ist kein Wunder, dass viele Menschen über dieses elitäre ‚Benehmen‘ von Wissenschaftlern und solchen, die es sein wollen, erzürnt sind.“ Franziska Schreiber forderte Zeitlhofer auf, sich „umgehend für seine einem Universitätsdozenten unwürdigen, beleidigenden Äußerungen zu entschuldigen“.

Letzte Änderung am Freitag, 26 August 2016 22:31
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