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Torsten Herbst: „Riesenchance“ für die sächsische Hochschullandschaft

FDP will Soros-Universität nach Sachsen holen

Donnerstag, 06 April 2017 01:33
Torsten Herbst, Generalsekretär der FDP Sachsen Torsten Herbst, Generalsekretär der FDP Sachsen Quelle: Torsten Herbst (Facebook)

Dresden – Als Reaktion auf die geplante Novelle des ungarischen Hochschulgesetzes, dessen Bestimmungen offenbar einzig die von George Soros gegründete und finanzierte Central European University (CEU) in Budapest nicht erfüllen kann, hat sich der Generalsekretär der FDP-Sachsen, Torsten Herbst, dafür ausgesprochen, der Soros-Uni politisches Asyl in Sachsen zu gewähren. „Der Versuch von Victor Orbán, eine für ihn unbequeme und privat finanzierte Wissenschaftseinrichtung aus dem Land zu treiben, kann eine große Chance für Sachsen sein. Der Freistaat sollte sich daher offiziell als neuer Standort der Central European University bewerben“, so Herbst am Mittwoch.

Schon jetzt seien die CEU und die TU Bergakademie Freiberg durch eine intensive wissenschaftliche Kooperation und gemeinsame Studiengänge verbunden. Der internationale Charakter der Soros-Universität, die Nähe Sachsens zu Osteuropa und die Wissenschaftslandschaft im Freistaat seien laut Herbst „gute Argumente, um für eine Ansiedlung in Sachsen aktiv zu werben“. Der sächsische FDP-General und Spitzenkandidat der Liberalen zur Bundestagswahl bezeichnete dies ferner als „Riesenchance, um die eigene Hochschullandschaft zu bereichern sowie renommierte Lehrkräfte und begabte Studenten aus aller Welt anzuziehen“.

Die von dem US-Investor George Soros gegründete Central European University in Ungarns Hauptstadt Budapest gilt als eine der internationalsten Hochschulen weltweit. An ihr lernen Studenten aus mehr als 100 Nationen. Am 4. April 2017 beschloss das ungarische Parlament eine Novellierung des Hochschulgesetzes, das eine Schließung der CEU zur Folge haben könnte. Siehe dazu auch folgenden Beitrag: https://www.sachsen-depesche.de/politik/ungarische-regierung-will-gegen-soros-universität-in-budapest-vorgehen.html

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