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Vor allem Syrer und Iraker holen Familienangehörige nach Deutschland

Familiennachzug von Migranten 2016 um 50% gestiegen

Freitag, 20 Januar 2017 18:28
Familiennachzug von Migranten 2016 um 50% gestiegen Bildquelle: PIXABAY.COM

München – Der Nachzug von Ehepartnern und anderen Familienangehörigen von Migranten nach Deutschland ist 2016 um etwa 50 Prozent gestiegen. Dies berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ unter Berufung auf Informationen des Auswärtigen Amtes. Demnach sind im letzten Jahr „annähernd 105.000 Visa zum Familiennachzug erteilt worden, darunter ein Großteil für den Familiennachzug zum Schutzberechtigten“. Im Jahr 2015 waren es noch rund 70.000 Visa, 2014 knapp 50.000.

Einen besonders starken Anstieg gab es bei Syrern und Irakern. „Für das Gesamtjahr 2016 ergibt sich eine Gesamtzahl von rund 73.000 Visa, die für den Familiennachzug zum Schutzberechtigten aus Syrien oder Irak erteilt wurden. Im Vorjahr 2015 waren für diesen Personenkreis rund 24.000 Visa erteilt worden“, so das Auswärtige Amt laut „Welt“. 

Die rund 65.000 unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA) holen hingegen nur in begrenztem Maße Familienangehörige nach Deutschland nach. Dazu teilte das Auswärtige Amt mit: „2016 wurden für den Familiennachzug zu Minderjährigen weltweit rund 3200 Visa erteilt.“ 

Anerkannte Flüchtlinge haben in Deutschland einen privilegierten Anspruch auf Familiennachzug, während für andere Ausländer in den vergangenen Jahren die Familienzusammenführung erschwert wurde, da sie die Zuwanderung über den Asyl- und Flüchtlingsweg sowie über Arbeits- und Ausbildungsvisa weit überstieg.

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