Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Politik

Smart Hero Award 2015

Facebook-Chefin Sheryl Sandberg zeichnet Bündnis „Dresden nazifrei“ aus

Donnerstag, 02 Juli 2015 16:55
Logo von Facebook Logo von Facebook Quelle: facebook

Dresden – Die Antifa-Gruppierung „Dresden nazifrei“ wurde von Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg mit dem „Smart Hero Award 2015“ ausgezeichnet. Der Preis wird seit letztem Jahr von Facebook und der Stiftung Digitale Chancen an Projekte vergeben, „die ihr ehrenamtliches und soziales Engagement erfolgreich in und mit Social Media umsetzen“, wie es auf der Internetseite des Preiskomitees heißt.

Sandberg und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), die in diesem Jahr Schirmherrin des Awards ist, überreichten die Auszeichnung am Dienstag an die Initiatoren des Bündnisses „Dresden nazifrei“, darunter Sprecher Silvio Lang, der auch für „antifaschistische Politik“ im sächsischen Landesvorstand der LINKEN verantwortlich zeichnet und bei der Linksfraktion im Sächsischen Landtag angestellt ist. „Sie setzen mit ihrer Arbeit ein starkes Zeichen. Innerhalb Dresdens, innerhalb Deutschlands aber besonders auch im Ausland“, würdigte Schwesig die Tätigkeit der von Kritikern als linksextrem bezeichneten Gruppierung. Auch Sheryl Sandberg fand warme Worte für das Bündnis: „Die Geschichten, die mich am meisten berühren, sind die über Menschen, die etwas in ihrem Land, ihrer Stadt oder für ihre Gemeinschaft bewegen.“

Das Bündnis „Dresden nazifrei“ organsierte zeitweise Gegendemonstrationen zu den montäglichen „Abendspaziergängen“ von PEGIDA in Dresden. Bekannt wurde es aber vor allem durch seine Aktionen gegen die sogenannten „Trauermärsche“ der rechten Szene rund um den 13. Februar. Hierbei schreckten die Antifas um Silvio Lang auch nicht vor rechtswidrigen Blockadeaufrufen zurück. Im Zusammenhang mit diesen Blockaden kam es in den letzten Jahren zu zahlreichen Gerichtsverfahren, auch gegen hochrangige Landespolitiker der LINKEN und Grünen. In einigen Fällen wurden die Verfahren eingestellt, manchmal wurden die Täter auch zu Geldstrafen verurteilt, die linken Gruppen zugutekamen.

Artikel bewerten
(7 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten