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Besorgniserregende Studie der Hans-Böckler-Stiftung

Erwerbsarmutsrate in Deutschland verdoppelt

Montag, 10 Juli 2017 00:08
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Düsseldorf – In Deutschland hat sich nach einer aktuellen Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung die Zahl der armutsgefährdeten Erwerbstätigen zwischen 2004 und 2014 verdoppelt. Mit diesem Anstieg der Erwerbsarmutsrate um 100 Prozent steht die Bundesrepublik auf einem traurigen ersten Platz aller EU-Staaten.

Weit dahinter auf Platz 2 liegt das krisengeschüttelte Italien mit einem Anstieg von 31,8 Prozent, gefolgt von Spanien (+24,5%), Frankreich (+23,0%), Belgien (+15,4%), Österreich (+14,2%) und Großbritannien (+2,5%). Zurückgegangen ist die Zahl der „working poor“ nach den Daten der Hans-Böckler-Stiftung in den Niederlanden mit einem Minus von 12,1 Prozent, in Polen (-18,1%), Irland (-18,8%) und der Slowakei (-32,2%). Als Hauptgrund für den fragwürdigen deutschen „Spitzenplatz“ nennen die Autoren den gestiegenen Druck, Billiglohnjobs anzunehmen.

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