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Bewerbung beim BMBF erfolgreich

Dresden ist Zukunftsstadt 2030+

Dienstag, 21 April 2015 21:22
Prof. Dr. Johanna Wanka Prof. Dr. Johanna Wanka Foto: Laurence Chaperon Quelle: www.bmbf.de

Dresden – Schon jetzt gibt es in Dresden eine große Zahl an Initiativen, die sich Gedanken über das Stadtleben in naher und ferner Zukunft machen und Projekte wie OpenSpaces und CoWorking-Plätze gestartet haben. Da solche innovativen Visionen allerdings nur selten stadt- oder gar landesweite Aufmerksamkeit bekommen und ihre Wirkung daher sehr begrenzt ist, haben sich Vertreter der Landeshauptstadt mit Experten vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, dem Medienzentrum der TU Dresden, dem Umweltzentrum Dresden e.V. und anderen Institutionen und Verbänden zusammengesetzt, um eine Bewerbung Dresdens für den Wettbewerb Zukunftsstadt 2030+ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu erarbeiten.

Wie Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) nun mitteilte, war die Bewerbung Dresdens mit seinem Konzept „Open City Dresden – Gemeinsame Verantwortung für eine Nachhaltige Stadtentwicklung“ erfolgreich. Die sächsische Elbmetropole ist damit vom Ministerium offiziell zur Zukunftsstadt 2030+ erklärt worden. Konkret geht es in dem Konzept darum, die Dresdner „Pioniere des Wandels“ aus öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie die breite Dresdner Bürgerschaft in die gemeinschaftliche Entwicklung einer Zukunftsvision einzubinden. Dies soll über die direkte Ansprache sowie das Format BarCamp erfolgen. Dabei wird es 3-Minuten-Barcamps in den Straßenbahnen, einen BarCamp-Monat (mit der Einladung an die Initiativen, selbst BarCamps zu veranstalten) und ein finales öffentliches BarCamp geben. Der genaue Zeitplan steht allerdings noch nicht fest.

Bundesweit konnten sich bis zum 27. März 2015 Städte, Gemeinden und Landkreise mit einem solchen beim Bundesministerium bewerben. Außer Dresden wurden nun weitere 51 Kommunen von einer unabhängigen Expertenjury aus 168 Bewerbungen ausgewählt. In der ersten Phase des Wettbewerbs während des „Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt“ werden die Kommunen im Bürgerbeteiligungsprozess eine Vision mit dem Zeithorizont 2030+ für ihre Kommune entwickeln und Handlungs- bzw. Umsetzungsvorschläge erarbeiten. 1,75 Millionen Euro stellt das BMBF dafür insgesamt bereit. In der zweiten Phase ab 2016 prüfen bis zu 20 ausgewählte Kommunen diese Vorstellungen wissenschaftlich und erarbeiten ein umsetzungsreifes Konzept. In der dritten Phase ab 2018 werden schließlich bis zu acht ausgewählte Kommunen erste innovative Ideen in sogenannten „Reallaboren“ in die Praxis umsetzen.

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