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Demos von AfD und Bürgerinitiativen

Asyl-Proteste in Dresden, Meißen und Heidenau

Donnerstag, 20 August 2015 18:04
Logo der AfD Logo der AfD Quelle: AfD

Dresden – Zwischen 500 und 1000 Menschen folgten am Mittwoch dem Aufruf der Alternative für Deutschland (AfD) zu einer Demonstration gegen die derzeitige Asylpolitik in Dresden. Die Demo startete auf dem Neumarkt am Goldenen Reiter, führte am Finanz- und Sozialministerium sowie an der Staatskanzlei vorbei und endete am Innenministerium. Nach Angaben der Partei habe man sich bewusst das Regierungsviertel ausgesucht und nicht etwa ein Asylantenheim oder die umstrittene Zeltstadt an der Bremer Straße, weil sich der Protestmarsch nicht gegen Flüchtlinge, sondern gegen die Politik richten sollte. Als Redner traten die Landtagsabgeordneten Jörg Urban und André Wendt sowie Bundes-, Landes- und Fraktionschefin Frauke Petry auf. Begleitet wurde die AfD-Demonstration von rund 80 Gegendemonstranten, die mehrfacht versuchten, den Protestmarsch zu stören.

Etwa zeitglich fand auch in Meißen eine asylkritische Demonstration statt. Aufgerufen hatte erneut die überparteiliche „Initiative Heimatschutz“ von Nancy Kanzok, die schon seit einigen Wochen die Proteste gegen die Zuwanderungs- und Asylpolitik im Landkreis anführt. Nach Augenzeugenberichten sollen in der sächsischen Weinstadt mehrere Hundert Teilnehmer auf der Straße gewesen sein. Aus Pietätsgründen verzichteten die Organisatoren diesmal auf Reden und Losungen. Am Montagabend wurde auf einem Bauernhof bei Lampersdorf die Leiche der 17-jährigen Anneli-Marie R. aus Meißen aufgefunden, die kurz zuvor entführt worden war.

Ebenfalls am Mittwoch versammelten sich etwa 400 Bürger auf dem Parkplatz des Albert-Schwarz-Bades in Heidenau. Die Kundgebung einer lokalen Bürgerinitiative richtete sich gegen die erst vor wenigen Tagen bekanntgewordenen Pläne der Landesdirektion, in dem gegenüberliegenden früheren Praktiker-Markt eine Unterkunft für mindestens 250 Asylbewerber einzurichten. Als Redner trat der örtliche NPD-Stadtrat Rico Rentzsch auf. Schon für Donnerstag ist eine weitere Protestdemonstration in der Nähe der geplanten Asylbewerberunterkunft in Heidenau angemeldet.

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