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Sicherheitsbehörden vermuten weitere Gefährder in der „ostdeutschen Provinz“

Anti-Terror-Großeinsatz in Chemnitz: Syrer Nasser A. war Mitglied von al-Nusra

Montag, 20 Februar 2017 03:35

Chemnitz – Vor wenigen Tagen stellte sich in Chemnitz der 24-jährige Syrer Nasser A. vor einem Anti-Terror-Einsatz bei der Polizei und gab zu, dass er 2014 bei der Terrorgruppe Dschabhat al-Nusra in Syrien mitgekämpft habe. Der Migrant, der über das Asylverfahren nach Deutschland gekommen ist, wurde umgehend festgenommen. Der Vorwurf gegen ihn lautet auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Der Fall liegt nun beim Generalbundesanwalt Harald Range in Karlsruhe, der bei Terrorismus-Fällen dieses Ausmaßes zuständig ist.

Auch wenn eine Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft zunächst bekanntgab, dass der Fall Nasser A. „nichts mit dem Terroristen Dschaber Al-Bakr im Oktober oder der Hausdurchsuchung in der Augustusburger Straße am Montag“ zu tun habe, deuten neue Erkenntnisse darauf hin, dass der inzwischen dritte Großeinsatz der Polizei gegen Islamisten in Chemnitz zumindest allgemein im Zusammenhang mit der wachsenden dschihadistischen Gefahr im Osten der Republik zu sehen ist.

In Vernehmungen gab der syrische „Flüchtling“ bislang zu, dass er 2014 eine militärische Ausbildung bei al-Nusra in Syrien absolviert hatte und dann an nicht nur an Kampfhandlungen, sondern auch an der Entführung von Journalisten beteiligt war. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass es in der Region weitere islamistische Gefährder gibt. Islamisten zögen sich laut Verfassungsschutz „zunehmend in die ostdeutsche Provinz“ zurück.

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