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Wegen „Love Sport, hate Germany“?

Angriff auf AKuBiZ-Büro in Pirna

Dienstag, 21 Juli 2015 22:15
Unbekannte haben am vergangenen Wochenende mehrere Scheiben zerbrochen. Unbekannte haben am vergangenen Wochenende mehrere Scheiben zerbrochen. Quelle: PIXABAY.COM

Pirna – Unbekannte haben am vergangenen Wochenende mehrere Scheiben des Büros des linken Alternativen Kultur- und Bildungszentrums e.V. (AKuBiZ) in der Pirnaer Kirchgasse mit Pflastersteinen eingeschmissen. Der Vorfall soll sich in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag ereignet haben. Der Antifa-Verein vermutet als Hintergrund der Tat die Debatte um T-Shirts, die von afrikanischen Migranten eine Woche zuvor bei einem sogenannten „antirassistischen Fußballcup“ in Ulbersdorf getragen wurden. Die Shirts trugen die Aufschrift (in falschem Englisch) „Love Sport, hate Germany“. Das AKuBiZ war Veranstalter des Turniers. Die Ermittlungsbehörden konnten den Zusammenhang bislang nicht bestätigen.

In der Ankündigung des Fußballturniers hieß es damals:

„Auch 2015 möchten wir uns mit euch treffen, um gemeinsam Fußball zu spielen, Spaß zu haben und uns für eine antirassistische Gesellschaft einsetzen. Gegenseitiger Respekt, vielfältige Fan-Kultur und Fairplay sind eine Grundlage unseres Turniers. Wer mitspielen will, muss dies beachten. (…)

Bei unserem Turnier geht es nicht um Nationalität, Religion, Geschlecht und sexuelle Vorlieben. Es geht darum, eine gerechtere Gesellschaft auch im Sport zu leben und menschenverachtenden Ideologien ein klares Statement entgegen zu setzen. Deshalb wartet auf euch als größter Preis der Fair-Play-Pokal! (…)

Was noch? Wir versuchen es wieder zu ermöglichen, dass auch Asylsuchende an dem Turnier teilnehmen können. Dazu benötigen wir auch noch Unterstützung. Kennt ihr Menschen, die z.B. Fahrdienste übernehmen können an dem Tag? Fahrtkosten ersetzen wir natürlich.“

In einer Erklärung bemängelten Vertreter des AKuBiZ nun, dass die Debatte um die deutschfeindlichen Shirts „einseitig“ und „rassistisch“ geführt worden sei. Mehrere sächsische Landespolitiker hatten sich negativ über die Aufschrift geäußert. Zuvor hatte unter anderem das islamkritische Portal „PI News“ über den Affront berichtet. PI-Initiator Michael Stürzenberger gab dazu folgenden Kommentar ab: „Ulbersdorf im Südosten Sachsens, 2004 mit dem Titel ‚Schönstes Dorf im Landkreis Sächsische Schweiz‘ ausgezeichnet, wurde am gestrigen Samstag von linksverdrehten Deutschlandhassern heimgesucht. Sie veranstalteten einen ‚antirassistischen‘ Fußballcup, bei dem die Spieler T-Shirts erhielten, auf dem die geistige Gesinnung dieser antipatriotischen, volksverratenden und totalitären Links-Ideologen festgehalten ist: ‚Love sport, hate Germany‘. Dass dies auch noch von Schwarzafrikanern getragen wurde, die offiziell wohl vorgegeben haben, in Deutschland um ‚Asyl‘ zu bitten und damit Schutz vor vermeintlicher ‚Verfolgung‘ in ihrer Heimat zu erhalten, ist an Perversität kaum mehr zu überbieten.“

Dies alles habe nach Ansicht des AKuBiZ die Stimmung gegen den Verein, der den sogenannten Antideutschen zugerechnet wird, angefeuert. Es habe sogar Morddrohungen gegen Teilnehmer des Turniers gegeben. All dies habe mit einer Stimmung zu tun, die sich in den vergangenen Monaten gegen Asylbewerber entlade. Dabei werde nicht nur der Ton rauer, sondern es nähmen angeblich auch Übergriffe zu.

Das 2001 gegründete AKuBiZ will sich nach eigenen Angaben „für eine Demokratisierung der Demokratie, gegen Antisemitismus, gegen Rassismus, gegen Nationalismus, gegen Sexismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit“ einsetzen. Personelle Überschneidungen gibt es insbesondere mit der Linkspartei. 2010 sorgte der Verein für Schlagzeilen, weil er den Sächsischen Förderpreis für Demokratie ablehnte. Grund war die verlangte Vorlage einer Demokratieerklärung, deren Unterzeichnung die Voraussetzung für die Gewährung von Fördermitteln durch die Bundesregierung ist. Diese Bedingung wollte das AKuBiZ nicht erfüllen.

Letzte Änderung am Freitag, 07 August 2015 14:56
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Das Neueste von Florian Welckenstein

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