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Alternative für Deutschland (AfD) startet Kampagne gegen Bargeldabschaffung

Alice Weidel (AfD): „Bargeld ist Freiheit, Schutz und Verantwortung“

Mittwoch, 02 März 2016 19:47
Alice Weidel, Bundesvorstandsmitglied der AfD Alice Weidel, Bundesvorstandsmitglied der AfD Quelle: Alternative für Deutschland

Mainz – Die Alternative für Deutschland (AfD) hat eine bundesweite Kampagne gegen die Einschränkung des Bargeldverkehrs gestartet. „Wir sind der Meinung, dass das Thema Bargeldeinschränkung und Bargeldverbot massiv in die bürgerlichen Freiheiten eingreift“, erklärte dazu die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry beim offiziellen Beginn der Kampagne „Bargeld lacht! – Nein zum Bargeldverbot“ in Mainz.

Die AfD sieht in der von der Bundesregierung geplanten Obergrenze von 5.000 Euro für Bargeldzahlungen einen ersten Schritt auf dem Weg zu einer kompletten Abschaffung des Bargelds. Hierzu erklärte die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin Alice Weidel, Mitglied im Bundesvorstand der AfD: „Bargeld ist Freiheit. Bargeld ist Schutz. Bargeld ist Verantwortung. Wenn die Bundesregierung unser Bargeld angreift, dann greift sie uns an. Es ist unerträglich, wie Bargeldzahler und Bürger, die ihre Werte gerne zuhause aufbewahren, derzeit kriminalisiert werden. Barzahler sind keine Verbrecher.“

Die AfD wehre sich mit ihrer Kampagne dagegen, „den Banken noch mehr Macht und dem Staat noch mehr Kontrolle zu geben“. Jeder Bürger solle selbst über seine Zahlungsmethoden entscheiden dürfen. „Wenn ich etwas anonym zahlen möchte, dann möchte ich das tun können, ohne direkt unter Generalverdacht gestellt und als Krimineller abgestempelt zu werden“, so Weidel. Geldwäsche sei schon längst auch ohne Bargeldverkehr möglich. Vielmehr gehe es Politik und Banken um eine totale Kontrolle über Finanztransaktionen. Aus dem gläsernen Bankkunden werde so ein gläserner Mensch.

Der Wirtschaftspublizist und stellvertretende Sprecher des AfD-Bundesfachausschusses „Geld-, Euro-, Währungspolitik“, Peter Boehringer, ergänzte: „Ein Bargeldverbot wäre ein weiteres Element einer ökonomisch und rechtsstaatlich bedenklichen Entwicklung. Die Politiker im heutigen Bundestag und in EU-Europa brauchen zur weiteren Rettung ihres ‚alternativlosen‘ aber auf Dauer unrettbaren Transfer-Euros und zur immer stärkeren Schuldenfinanzierung der Haushalte inzwischen völlig unnatürliche Negativzinsen, denen sich die Menschen natürlich durch Flucht ins Bargeld entziehen würden. Die Negativzins-Politik der illegitim und planwirtschaftlich Politik betreibenden Zentralbanken ist darum nur durch das antiliberale Bargeldverbot durchsetzbar. Undemokratische und bürgerferne Politik kann nur über für den Staat kostenfreie Kreditaufnahme finanziert und auf Kosten der Bürger aufrechterhalten werden.“ Den Sparern und Altersvorsorgern solle auf absehbare Zeit „jede Fluchtmöglichkeit aus dem unsicheren und konfiskationsträchtigen Bankkontensystem genommen werden.“

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