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Uwe Wurlitzer (AfD) fordert „Zeichen der Dankbarkeit“

AfD will Asylbewerber als Fluthelfer einsetzen

Donnerstag, 02 Juni 2016 15:47
AfD will Asylbewerber als Fluthelfer einsetzen Bildquelle: PIXABAY.COM

Dresden – Angesichts der teilweise massiven Hochwasserschäden in Süddeutschland ist der sächsische AfD-Generalsekretär und Landtagsabgeordnete Uwe Wurlitzer mit einem ungewöhnlichen Vorschlag um die Ecke gekommen: Er fordert, dass sich Asylbewerber als „Zeichen der Dankbarkeit“ für ihre Aufnahme in Deutschland an der Beseitigung der Schäden und dem Wiederaufbau beteiligen sollen.

Wurlitzer erklärte dazu am Donnerstag: „Ich kann mir gut vorstellen, dass es für betroffene Kommunen und Bürger – und natürlich auch für die hier aufgenommenen Migranten – ein echter Gewinn wäre, wenn Asylbewerber beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur unentgeltlich mithelfen würden. Es würde auch ihrer Integration und Akzeptanz in der Aufnahmegesellschaft fördern helfen, mit Einheimischen gemeinsam etwas zu schaffen.“ Arbeit verbinde mehr als „jeder staatlich finanzierte Trommelkurs“, so der AfD-Landtagsabgeordnete. Zudem seien für die Aufräumarbeiten weder besondere Sprachkenntnisse noch fachliche Qualifikationen erforderlich, fügte er hinzu.

Wurlitzer behauptete, die Forderung nach einem Arbeitseinsatz für Asylbewerber als Fluthelfer werde „bereits häufig in den sozialen Netzwerken erhoben“. Die AfD-Fraktion im Landtag schließe sich dieser vermeintlichen Forderung an und appelliere an die betroffenen Landkreise, dieses Anliegen an die Flüchtlingshelfer heranzutragen. In Sachsen gibt es allerdings bislang keine Betroffenen, der Elbepegel verhält sich nach wie vor unauffällig.

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