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Große Anfrage der AfD im Sächsischen Landtag

AfD kritisiert „queerfeministisches Rapkonzert“ und Zentrum für Transgender-Flüchtlinge

Samstag, 08 Juli 2017 05:00
Regenbogen-Fahne Regenbogen-Fahne Quelle: pixabay.com

Dresden – In Sachsen werden unzählige Projekte für Gleichberechtigung, Gleichstellung, sexuelle Selbstbestimmung und Integration mit mehreren Millionen Euro gefördert. Dies ergab eine Große Anfrage der AfD-Landtagsfraktion an Integrationsministerin Petra Köpping (SPD).

Unter den geförderten Projekten befindet sich auch ein „Queerfeministisches Rapkonzert“, das im Rahmen der Magnus-Hirschfeld-Tage 2016 stattfand und das besonders großen Unmut bei den AfDlern ausgelöst hat. Kritikwürdig finden die Rechtspopulisten außerdem ein Beratungszentrum für Transgender-Flüchtlinge.

Uwe Wurlitzer, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion und Generalsekretär der AfD Sachsen, kommentierte die Ergebnisse am Freitag wie folgt: „Sicher sind unter den vielen tausend Kursen, Ausstellungen und Projekten, die wir hier aufgelistet bekommen, auch sinnvolle und notwendige dabei. Aber ich muss mich schon wundern, dass sich verknöcherte, entweiblichte und wahrscheinlich auch männeraverse Feministen über 25.000 Euro freuen dürfen, um über kulturelle, weibliche Avantgarde diskutieren zu können. Oder ‚Queere’ unbedingt einem an ihrer sexuellen Orientierung ausgerichteten Rapkonzert lauschen müssen. Fehlt nur noch der Kurs ‚Lustiges Kondomeaufblasen für ‚Transgender‘ und sonstige *innen‘.“

Wurlitzer bezweifelt, dass „Millionen für solche und andere Absurditäten“ etwas zur Integration von Migranten beitragen könnten, zumal es sich bei den meisten um Zugewanderte aus einer „Machokultur“ handle, bei denen man sich damit bestenfalls „lächerlich“ machen würde. Seine Fraktion fordere daher „eine noch genauere Kontrolle bei der Vergabe von Fördermitteln nach Sinnhaftigkeit und gesellschaftlicher Relevanz und die strafrechtliche Verantwortung bei Steuergeldverschwendung“, betonte der AfD-Politiker.

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